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Nicht ungefährlich: illegale Müllentsorgung

Klaus Müller fand Keramikmüll in Lübbow

bm Lübbow. Klaus Müller ist ein echter Naturmensch und Gebietsbetreuer der NABU Stiftung in Lüchow-Dannenberg. Umso mehr ärgert es ihn, wenn Menschen ihren Müll wild in der Landschaft entsorgen. Vieles hätte er schon gesehen und ebenso viel hätte er schon selbst entsorgt, denn neben dem Ärgernis der Verschandelung birgt so mancher Müll auch Gefahren für Mensch und Tier. In der vergangenen Woche fand Müller wieder einmal Müll, dieses Mal an den Lübbower Teichen: „Irgendjemand hat alte Keramiktische zerschlagen und in den Wald geworfen – einfach so.“ Nun muss der ehrenamtliche Nabu Mitarbeiter die vielen Scherben mühevoll einsammeln, einpacken und auf die Ladefläche seines Pick ups laden, um dann zur Mülldeponie zu fahren. „Die ganze Aktion kostet mich fast einen Tag Arbeit. Angezeigt habe ich es auch, aber leider lassen sich die Täter oft nicht ermitteln.“

Was ihn neben der illegalen Entsorgung außerdem ärgert, ist die Gedankenlosigkeit. „Einmal hat jemand einen Maurerbottich mit zerschlagenem Altglas in den Wald gekippt. Daran können sich Tiere und Menschen verletzen und es besteht zudem Waldbrandgefahr.“

Für André Most von der unteren Abfallbehörde gehört diese wilde Müllentsorgung fast schon zum Tagesgeschäft. „Wir sind glücklicherweise nicht so stark betroffen wie die großen Ballungsgebiete und sind in der Lage, entsprechend zu handeln. Allerdings ist jeder Bürger, der illegal entsorgten Abfall findet, dazu verpflichtet, sich zu kümmern.“ Nicht selten könne man die Täter anhand von Kontoauszügen oder briefen ermitteln. Die Höhe des Bußgeldes liege im Ermessen der zuständigen Behörde. „Es reicht von einem Verwarnungsgeld in Höhe von etwa 35 Euro und im Höchstfall bis zu sogar 50 000 Euro.“

Björn Vogt

Redaktion Kiebitz 05841/127 422 vogt@ejz.de

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