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Abschied übern Gartenzaun

Corona verändert auch die letzten Tage in Krippe, Kindergarten und Schule

bv Langendorf. Laut hupend kommt das „Krippe-on-tour“-Mobil auf den Hof in Kaltenhof gefahren. Der kleine Winrik wartet schon aufgeregt, hat keine Ahnung, was ihn erwartet. Er weiß nur: Sein Kindergarten, genauer: seine Krippe kommt zu ihm, um sich gebührend von ihm zu verabschieden. Denn der Dreijährige wird nach den Sommerferien in den „richtigen“ Kindergarten kommen. Und das Abschiedsfest in der Krippe musste krankheitsbedingt ausfallen. „Da einige Kinder erkältet sind und keiner in die Krippe kam, haben wir uns dazu entschieden, zu jedem einzelnen Kind nach Hause zu fahren und ihn – beziehungsweise sie – persönlich zu verabschieden – anders geht es doch nicht“, erklärt Natalie Möhring, Erzieherin in der Krippe in Langendorf. Denn die Jahre der sieben Pionier-Kinder in der Krippe Im August 2018 erfolgte die bauliche und konzeptionelle Umwandlung des Spielkreises in eine Kinderkrippe – sind rum, alle kommen nach den Sommerferien in den Kindergarten.

Die vier Erzieherinnnen der Krippe – eine fünfte ist verhindert – springen aus dem Auto und singen ein fetzig-fröhliches Abschiedlied. Eine hat eine Hupe in der Hand, die nächste eine Rassel. Leiterin Stephi Baak-Mirow hat eine große Mappe unter dem Arm, ein Blumensträußchen, ein gerahmtes Foto und – einen großen Orden.

Den hätten die Eltern, Marina und Kai Witt, auch verdient, betonen die Erzieherinnen, für ihre immer konstruktive Zusammenarbeit. In der Mappe finden sich Bilder und Bastelarbeiten, die Winrik während der Krippenzeit in Langendorf angefertigt hat. Seine Augen leuchten. Nach zehn Minuten steigen die Erzieherinnen wieder in ihr Mobil und fahrend laut hupend vom Hof – auf zu den nächsten der insgesamt sieben Kindern.

Redaktion Kiebitz 05841/127 422 vogt@ejz.de

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