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„Ich bin nicht der Einzige“

Notfall-Seelsorge hilft nach belastenden Einsätzen

bp/hb/bv Lüchow. Schon das einfache Zusammensitzen im vertrauten Schulungsraum hilft den Feuerwehrleuten, nach belastenden Einsätzen wieder etwas zur Ruhe zu kommen. Alle, die bei diesem Einsatz mit dabei waren, sind eingeladen, sich am Gespräch zu beteiligen, aber niemand wird dazu gezwungen, etwas zu sagen.

Und dann sind die Kameraden am Zug und haben die Gelegenheit zu erzählen, was sich ereignet hat und wie sie den Einsatz erlebt haben. Reden hilft, um Erlebtes zu verarbeiten. Nicht für jeden sind

die gleichen Eindrücke in gleicher Weise belastend. Aber es entlastet ungemein wenn deutlich wird: Ich bin nicht der einzige, den das Ganze etwas mitgenommen hat.

So wird gemeinsam noch etwas erzählt über den Einsatz. Und weil die Peers mit am Tisch sitzen, muss da gar nicht so viel erklärt werden. Die wissen schließlich, wie es an einer Unfallstelle zugeht. Die haben Ahnung und verstehen auch die Fachbegriffe.

Als an einer Stelle einmal ein Eindruck zu detailliert geschildert wird, greift der Notfallseelsorger ein. Denn er hat im Blick, dass manche Schilderungen den Kameraden – oder auch dem, der erzählt – nicht guttun. Am Ende des Gespräches wird noch angesprochen, welche Reaktionen nach belastenden Einsätzen möglich sind und was die Kameraden tun können, um sich möglichst schnell davon zu erholen.

Manche erinnern sich noch daran, weil sie davon schon beim Schulungsabend des Einsatznachsorgeteams gehört haben.

Als das Gespräch zu Ende ist, ist die Stimmung gelöster als am Anfang.

Den meisten hat es geholfen, nach einem turbulenten Einsatz zur Ruhe zu kommen. Und das Einsatznachsorgeteam denkt sich: Ziel erreicht.

Redaktion Kiebitz 05841/127 422 vogt@ejz.de

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