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Am Ende ziemlich kaputt, aber völlig glücklich

Zirkuswoche in Dannenbergs Reitschule – Kinder erlernten Artistisches und soziale Kompetenzen

rs Dannenberg. Sie ritten, liefen, jonglierten, sprangen, balancierten, tanzten, zeigten akrobatische Elemente. Dabei zeigten sie Lebensfreude und gewannen zusehends Vertrauen zu sich selbst und zu der für sie ungewöhnlichen Si-tuation: 27 Kinder zwischen

4 und 13 Jahren zeigten am Sonnabend in Dannenbergs Reitschule etwa 80 Zuschauern eine sehenswerte Zirkusvorführung. „Es ging uns von vornherein nicht darum, perfekt zu sein, sondern darum, Spaß zu haben“, informierte Christian Willam, Hauptinitiator der ersten Zirkuswoche, vor der rund zweistündigen Schau. Die Idee dazu hatte seine Tochter Sophie im vergangenen Jahr, als man an der Reitschule ein Zirkuszwei-tagesseminar für Reitschüler anbot. „Das hat so viel Freude gemacht, dass wir uns entschieden haben, mit der Reitschule von Nanette Kaiser ein offenes Wochenprogramm anzubieten.“

Fünf Nachmittage wurde geprobt, wobei die Arbeit mit den Tieren – mit Pferden, Ponys, Ziegen und einem Hund – den Kindern besonders viel Spaß machte. „Zirkus funktioniert nur miteinander“, sagte Willam, der auch seine Frau Janina einspannte und weitere Unterstützerinnen fand, solche, die sich ehrenamtlich kümmerten und in der Bürgerstiftung Dannenberg eine, die die Woche mit 1000 Euro förderte. „Um die Kosten für die Teilnehmer gering zu halten und auf diese Weise möglichst vielen Kindern zugänglich zu machen.“ 70 Euro pro Nase waren erschwinglich.

Spaß hatten dabei nicht nur die 11 Jungen und 16 Mädchen, die aus Dannenbergs Umgebung, aber auch aus Westmecklenburg stammten, sondern auch die Veranstalter selbst – so viel, dass es im kommenden Jahr wohl eine Wiederholung geben wird. Unmittelbar nach der Show fragten zufriedene Eltern nämlich danach, weil ihre Kinder zwar wegen der Hitze und des Aufführungsstresses geschafft, aber glücklich am liebsten gleich weitergemacht hätten.

Das Miteinander, die Arbeit mit den Tieren, das Erlernte, das Scheinwerferlicht, die musikalische Untermalung, der Applaus – das euphorisierte. Dass nicht immer alles klappte, war dabei nebensächlich. Der Prozess und das Vermitteln sozialer Kompetenzen standen im Vordergrund.

Ronald Seide

Redaktion Kiebitz 05841/127 420 seide@ejz.de

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