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Hilferuf aus einer anderen Zeit

 

Nach der erfolgreichen Teilnahme der THW Jugendgruppe Lüchow am Landesjugendwettkampf der THW-Jugend Bremen Niedersachsen am 1. Juli vergangenen Jahres in Uelzen, fühlte sich der wendländische Nachwuchs in diesem Jahr zu Höherem berufen. Denn in Uelzen belegte die Lüchower Mannschaft den zweiten Platz hinter Bremen, was aber gleichzeitig bedeutete, dass sie als beste als beste niedersächsische Jugendgruppe abschnitt. Somit wagte sich die THW Jugend Lüchow zum Bundesjugendwettkampf nach Rudolstadt, um dort am 28. Juli gegen Jugendgruppen aus 15 weiteren Bundesländern anzutreten.

Hintergrund des Wettkampfszenarios war ein Tiefdruckgebiet, welches am 22. Juli im Jahr 1342 auf Deutschland traf, und ein Jahrhunderthochwasser mit sich zog. Dadurch wurde die Heidecksburg so schwer getroffen, dass sich die Burgbewohner/innen an einen Magier wandten. Dieser reiste durch die Zeit und kam schließlich im Jahr 2019 an, wo er mit seinem Hilferuf das THW und die THW-Jugend erreichte. Die 16 besten Mannschaften deutschlandweit sammelten sich und gingen mit dem Magier mit, um den Burgbewohnern zu helfen.

Die Aufgabe der Junghelfer/innen war es nun, einen Behelfssteg zu bauen, und mit diesem über den angestiegenen Burggraben zu kommen. Anschließend musste die Burg erkundet und mögliche Verletzte gerettet werden. Da der Behelfssteg keine Dauerlösung ist, gehörte auch die Instandsetzung der Zugbrücke zu den Aufgaben. Bei der Erkundung wurde festgestellt, dass auch der Brunnen der Burg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Dieser musste instandgesetzt werden. Da das Material hierfür aber nicht über den Behelfssteg transportiert werden durfte, musste zuerst die Zugbrücke fertig gebaut, eingehangen und getestet werden. Parallel zu diesen Aufgaben wurde ein Positionsleuchtentisch und ein Fahnenmast gebaut, um nach Beendigung der Aufgaben signalisieren zu können, dass die Heidecksburg wieder bewohnbar ist. Die Junghelfer/innen hatten zwei Stunden Zeit, um alle Aufgaben zu bewältigen.

Am Wettkampftag war es sehr heiß. Dadurch hatten es die Jungendgruppen schwer, die Aufgaben in der Zeitvorgabe zu schaffen. Viele Gruppen sind nicht fertig geworden. „So ging es uns auch. Wir haben unser bestes gegeben und einen hervorragenden 12. Platz belegt“, erzählt Nachwuchsbeauftragte Doris Predöhl.

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