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Draisinenprojekt: Nach zwölf Jahren fiel der Startschuss

Erste Draisinentouristen auf der Castorstrecke Zernien-Dannenberg

bv Zernien. Die Planung und Umsetzung hat ganze zwölf Jahre in Anspruch genommen, und am Schluss ist ihnen auch noch Corona in die Quere gekommen. Aber am Wochenende war es endlich so weit: In Zernien konnte die die erste Draisine aus Zerniens Stadtmitte auf den Gleisen in Richtung Pudripp losradeln: „Dies markiert den Startschuss unseres Tourismus-Projektes“, freuen sich die Initiatoren Rolf Schulze und Andreas Joswig.

Vor allem dem Engagement der Bahn-Enthusiasten, Thorsten Hensel ist auch dabei, ist es zu verdanken, dass überhaupt versucht wird, die Bahnstrecke Uelzen-Dannenberg nicht nur zu erhalten, sondern zu restaurieren und in absehbarer Zeit auch wieder zu beleben. Die Nutzung mit Draisinen als Amüsement für Touristen ist da nur der erste Schritt – aber ein sehr attraktiver, wie die langen Schlangen am Sonnabend und Sonntag bewiesen.

„Wir sind zwar vorher schon gefahren, aber jetzt gehört uns die Strecke, jetzt liegt die Nutzung ganz in unserer Hand“, freut sich Joswig.

Seit Ende 2018 gehört die Strecke offiziell dem Förderverein Ostheide Elbetal. „Aus diesem Verein heraus haben wir eine Infrastrukturgesellschaft gegründet, dessen Vorsitzender Michael Zuther ist – er steht auch dem Verein Förderverein vor“.

Tourismus ankurbeln, die Region nach vorne bringen – da hat uns Corona sogar in die Hände gespielt. Mitfahrende kamen am Wochenende aus Süddeutschland, aus Dänemark, aus NRW und Hamburg. „Vielleicht kennen Sie Draisinen aus alten Hollywoodfilmen und stellen sich ein schweres Gefährt mit einem Handhebel in der Mitte vor, welches unter großen Anstrengungen mühsam bewegt wird. Unsere Draisinen sind ganz anders: Sie werden wie ein Fahrrad mit Pedalen bewegt“, so Joswig. „Und hier kann man auf der ehemaligen Castor-Strecke fahren – ganz legal“, lacht der Bahnfan. „Wir haben einen Flyer, wo wir damit werben. Wer kann das schon bieten?“

Frage an Rolf Schulze: Warum machen Sie das alles? „Wir wollen die Strecke erhalten. Wir sehen, dass diese Bahnstrecke eine Zukunft hat. Das ist Infrastruktur, die wir brauchen. Denn Bahn ist nicht nur klimafreundlicher, sie ist auch menschenfreundlicher“, so Schulze. …hier weiterlesen

Björn Vogt

Redaktion Kiebitz 05841/127 422 vogt@ejz.de

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