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Eine „Bewusstseinsaktion“

„Heimat shoppen“ hat 2020 für stationären Handel besondere Bedeutung

rs Regional. Befragt man die Menschen in der Kiebitz-Region nach ihrem Kaufverhalten, gestehen sie sich zumeist ein, wenig darüber nachgedacht zu haben, welche Bedeutung es für ihre Kommune und letztlich auch für sie selbst hat, wenn sie nicht in Geschäften vor Ort einkaufen. Um über die etwaigen Konsequenzen aufzuklären, hat die Industrie- und Handelskammer vor einigen Jahren die Aktion „Heimat shoppen“ ins Leben gerufen. Das Ziel: die Stärkung des stationären Handels.

In diesem Jahr ist die Botschaft der Aktion, die am kommenden Wochenende, am 11. und 12. September, auch in Lüchow, Dannenberg und Hitzacker stattfindet, aktueller und dringender denn je: Zählt doch der Handel zu den Branchen, die durch den coronabedingten Lockdown besonders gravierende Umsatzeinbußen verzeichnet. Auf bis zu 50 Prozent schätzt Thorsten Hensel, stellvertretender Vorsitzender der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe (IHG) Lüchow, diesen Verlust ein. Ausgenommen von seiner Einschätzung ist der Lebensmittelhandel, der durchgehend gute Zuläufe erzielte.

Sechs gute Gründe, um lokal einzukaufen

Für Vielfalt und Zukunft

1. „Heimat shoppen“ bedeutet einkaufen bei Nachbarn und Freunden: Gute Beratung und Service steigern die Kundenzufriedenheit. Wer kann besser beraten als jemand, der weiß, was man wünscht, weil er einen persönlich kennt, weil er dort lebt, wo man selbst lebt.

2. „Heimat shoppen“ unterstützt Veranstaltungen, Vereine und Initiativen: Vereinsleben braucht lokale Geschäfte, denn die Organisatoren von Veranstaltungen und Gemeindefesten erhalten oft finanzielle Unterstützung von lokalen Unternehmen. Das bedeutet: Mit jedem Einkauf und mit jedem Gaststättenbesuch vor Ort unterstützt man gleichzeitig auch Brauchtum und Bürgerengagement in der Heimat.

3. „Heimat shoppen“ sichert Arbeit und Ausbildung: Gemeinsam sind Geschäfte und Gastronomiebetriebe einer der größten Arbeitgeber vor Ort und einer der größten Berufsausbilder. Mit jedem Einkauf trägt man dazu bei, dass es auch so bleibt und jungen Menschen eine wirtschaftliche Perspektive in der Heimat geboten wird. So bleibt die Gemeinde jung und lebendig.

4. „Heimat shoppen“ macht die Gemeinde lebenswert: Nicht nur Gebäude und Geschichte machen einen Ort besonders. Auch die Vielfalt der Einkaufsmöglichkeiten und die Besonderheit der Gastronomie prägen die Gemeinde. Je mehr man diese Angebote nutzt, desto attraktiver und lebendiger wird die Stadt.

5. „Heimat shoppen“ reduziert die Umweltbelastung: Je weiter man für seinen Einkauf fährt, desto mehr belastet man die Umwelt — und den Geldbeutel. Ein Einkauf vor Ort bedeutet weniger Energieverbrauch, weniger Staus und mehr Zeit und Geld für andere schöne Dinge.

6. „Heimat shoppen“ stärkt die Gemeinde: Jeder Euro, den man innerhalb der Gemeindegrenzen ausgibt, nutzt der Heimat, denn Einzelhändler und Gastronomen zahlen Gewerbesteuer. Diese Steuer ist die wichtigste Einnahmequelle der Kommunen. Somit stärkt man mit jedem Einkauf oder Restaurantbesuch die wirtschaftliche Grundlage des Ortes.

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Ronald Seide

Redaktion Kiebitz 05841/127 420 seide@ejz.de

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