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„Es gibt keinen Plan B für mich“

Sängerin Wilhelmine zu Besuch im Wendland

bv Woltersdorf. Vor fünf Jahren, mit 25, begann Wilhelmine, selber zu schreiben. Wie kam es zu dem Deal mit Warner? „Ich habe mich selber vorgestellt. Und sie haben mich genommen.“ Wie hat sich Dein Leben durch die Zusammenarbeit mit Warner verändert?

„Mein Schreiben hat sich fokussiert. Es wurde konkreter. Und ich habe plötzlich 20 Leute im Hintergrund, die mir helfen und mich unterstützen.“

Im nächsten Jahr geht Wilhelmine auf Tournee. Eigentlich sollte sie im April 2020 stattfinden. „Ich denke, dass wir unter anderen Bedingungen spielen werden, sicherlich. Aber viele Konzerte sind bereits ausverkauft. Ich hoffe, dass wir dann, wie auch immer, wieder auf die Bühne dürfen. “ Wilhelmine geht offensiv mit ihrem Coming-out um, verarbeitete es sehr emotional in ihrem Debütsong „Meine Liebe“, der bereits über 750.000 mal auf Youtube gesehen wurde. Sie traf mit dem Song einen Nerv. „Ich musste mich weiterentwickeln, das passierte definitiv durch die Stadt und durch meine Reisen. Ich musste meine äußere Welt verändern, damit ich in meiner inneren Welt stärker und selbstbewusster wurde.“

Wie ist es, plötzlich bekannt zu sein? „Die größte Veränderung, die ich für mich wahrnehme, ist, dass mir die Leute in den Konzerten plötzlich zuhören. Vorher haben sie miteinander geredet, sich Getränke bestellt. Das ist heute anders.“ Und: Es gibt keinen Plan B mehr in Wilhelmines Leben. „Ich habe alles auf die Musik gesetzt“, verrät die Sängerin. Der Jubel, der ertönt, nachdem sie ein paar Songs mit Gitarrist Dave für die Fußballerinnen gespielt hat, zeigt: Das war eine gute Entscheidung.

Björn Vogt

Redaktion Kiebitz 05841/127 422 vogt@ejz.de

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