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Kunst als Facette der Einheit

„Wagen & Winnen“: Bei achter Auflage auch im Wendland

pw Regional. Es waren 60 Ausstellungen an 40 Orten. Über 150 Künstlerinnen und Künstler, Kunsthandwerker und Kunsthandwerkerinnen gestalteten zwei Tage lang das achte Kunstfestival „Wagen & Winnen“.

Eine große Besonderheit in diesem Jahr: Das Event, das seine Wurzeln in der Altmark hat, schwappte mit rund 20 Punkten nach Lüchow-Dannenberg über. „Nüscht is impossible“, lautete das Motto der Kunstschau, die in dem Jahr, da man 30 Jahre Deutsche Einheit feiert, ein besonderes Band zwischen Ost und West schnürte.

In Seelwig fand es daher Kathrin Matzak, die Skulpturen von lebensecht gestalteten „Vollen Vrauen“ zeigte, „besonders schön“, dass vor diesem Hintergrund „eine übergreifende Ausstellung stattfindet.“ Für sie war es die erste Ausstellung „mit richtigen Menschen in diesem Jahr, ich habe mich sehr darauf gefreut“, erzählte sie. Hausherrin Rea Grit Zilinski, die mit am Eingang verteilten Wäscheklammern dafür sorgte, dass sich nicht zu viele Besucher gleichzeitig auf dem Gelände aufhielten, war „sehr dankbar“ für das Angebot der „Wagen & Winnen“-Organisatoren, auch das Wendland an dem Kunstfestival zu beteiligen. Die Vernetzung mit den Altmärkern begrüßte sie sehr. Sie hat „Wagen & Winnen“ in den vorigen Jahren auch besucht und dort „sehr spannende“ Orte entdeckt. Die Stimmung mit den in und vor den Scheunen verteilten Ständen war wie bei der Kulturellen Landpartie (KLP).

Aber es gab auch deutliche Unterschiede. Zum einen waren viel weniger Besucher unterwegs. „Es fehlen die Touristen“, sagte Marco Weinand von „South Central Gledeberg“, wo Upcycling ein großes Thema war. Das sei bei „Wagen & Winnen“ immer so. Doch „von der Zeit her ist es tausendmal besser als bei der KLP; das ganze Gemüse aus dem Garten ist reif“, sagte der Koch Weinand, der vegetarisches Frühstück, Mittag und Abendbrot anbot.

Das sei trotz Corona nicht komplizierter als sonst, man müsse für die Gastronomie wie bei der KLP eine Sondergenehmigung beantragen. Die Tische waren im Freien auf dem Hof verteilt, ihre Kontakdaten mussten dieBesucher schon am Eingang abgeben.

Und wie auch an den Autokennzeichen zu sehen war, kamen durchaus Auswärtige zu „Wagen & Winnen“.

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