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Heizöl: Volltanken lohnt sich

CO2-Steuer kommt, Preise derzeit sehr niedrig

rs Regional. Wer mit Heizöl sein Gebäude erwärmt, der sollte bald einen Termin mit seinem Heizöllieferanten ausmachen. Denn das Volltanken lohnt sich aktuell doppelt: Die Heizölpreise sind im 15-Jahres-Vergleich wegen der coronabedingten gesunkenen Weltölnachfrage ausgesprochen niedrig, und den deutschen Verbrauchern droht zum Jahreswechsel die neue CO2-Steuer. Zudem wird ab Januar 2021 die Mehrwertsteuer wieder auf 19 Prozent angehoben. Da im November und Dezember mit einem Bestellboom seitens der Verbraucher zu rechnen ist, sollte man jetzt handeln. Experten der VR Plus Energie raten: „Starten Sie unbedingt mit einem vollen Tank ins neue Jahr.“ Wichtig: Für die Höhe von CO2- und Mehrwertsteuer gilt der Liefertermin und nicht das Bestelldatum.

Rückblick: Am 9. März fiel der Preis auf etwa 51 Cent pro Liter und lag damit so niedrig wie zuletzt im Juni 2017. Im Januar dieses Jahres mussten Verbraucher noch knapp 20 Cent mehr pro Liter zahlen. Bei einer Bestellung von 3 000 Litern bedeutet das einen Unterschied von 600 Euro. Seitdem ist der Heizölmarkt von niedrigen Preisen geprägt. Anfang September kostete Heizöl bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern 39,18 Cent pro Liter im bundesweiten Durchschnitt. Dieses Niveau wurde in etwa bis heute gehalten.

Ausblick: Deutschland plant den Einstieg in die CO2-Bepreisung zum 1. Januar 2021 mit einem Satz von knapp acht Cent (netto) je Liter. Ab 2021 kostet der Ausstoß einer Tonne CO2 25 Euro. In den folgenden Jahren steigen die Abgaben dann schrittweise, bis sie 2025 einen Wert von 55 Euro pro Tonne erreichen. Wird gleichzeitig der Mehrwertsteuersatz auf 19 Prozent zurückgedreht, droht Verbrauchern, bei Zugrundelegung des aktuellen Literpreises, ein noch empfindlicherer Aufschlag von rund neun Cent. Steigt der Ölpreis weiter, können es auch zehn Cent werden, denn die Mehrwertsteuer als prozentualer Wert wird stets obendrauf geschlagen. Erdgas wird ebenfalls empfindlich teurer. Das Heizen mit Holzpellets bleibt dagegen steuerbegünstigt.

Hintergrund ist der Umstieg von fossilen Kraft- und Brennstoffen zu erneuerbaren Technologien: Das ist das übergeordnete Ziel, das die Bundesregierung mit einem Preis für CO2 verfolgt.

Die sogenannte CO2-Steuer soll die Bevölkerung zu einem bewussteren Umgang mit fossilen Energieträgern bewegen und Anreize schaffen, um auf moderne und klimafreundliche Technologien umzurüsten.

Ronald Seide

Redaktion Kiebitz 05841/127 420 seide@ejz.de

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