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Schauen, bummeln, kaufen

Gute Stimmung auf verkaufsoffenem Sonntag

cf Lüchow. Auf Lüchows Langer Straße herrscht Betrieb – vielleicht mehr als an manch gewöhnlichem Tag. Menschen spazieren, schauen in die Fenster der Geschäfte. Was sie sehen: gar nicht wenige andere, die sich in den Läden aufhalten. Es ist Laternensonntag in der Kreisstadt. Und auch wenn der anders abläuft als sonst, zieht er die Menschen an.

Wegen der Corona-Pandemie hatte die ausrichtende Interessengemeinschaft für Handel und Gewerbe (IHG) die Veranstaltung heruntergedimmt – keine Straßensperrung, kein Programm, keine Stände, kein Laternenumzug. Stattdessen öffneten nur die Geschäfte zum einzigen verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr.

Der Beginn sei ein bisschen schleppend verlaufen, ab dem Nachmittag war aber „relativ viel los“ in der Stadt, freute sich Thorsten Hensel, zweiter Vorsitzender der IHG. Es gehe vor allem um den Versuch, die kleinen Läden zu unterstützen und für „ein bisschen Normalität“ zu sorgen. Und mit dem Zeitpunkt des Laternensonntags, der früher im Oktober als sonst stattfand, hoffte man auch auf ein paar Touristen.

Zumindest in einem Fall klappte das, zwei Frauen, die im altmärkischen Ritzleben Urlaub machen, waren nach Lüchow gekommen. „Das ist ein ganz netter Ausflug“, sagten sie. Sie hätten ein wenig den Ort anschauen und auch gleich in ein paar Läden gehen können. Und an das Einkaufen unter Corona-Bedingungen – Stichworte Maske und Abstand – habe man sich längst gewöhnt.

In der Shabbythek, einem Laden für Wohndeko, hieß es, dass man zwar schon bessere verkaufsoffene Sonntag erlebt habe. Man sei verunsichert gewesen, ob die Aktion überhaupt angenommen werde. Aber das sei doch der Fall, es laufe „okay“. Und häufig kämen die Kundinnen und Kunden an einem Sonntag zum Schauen und später zum Kaufen.

Auch wenn der Laternensonntag der einzige verkaufsoffene Sonntag war in diesem Jahr, überlegt die IHG, wie der Handel noch gestärkt werden könne. Denkbar seien lange Freitage im Advent, so Hensel. „Da müssen wir aber erst hören, wie die Stimmung bei den Händlern ist.“

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