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Der erste Omnibus

Historisches von Undie Stiwich

lk Lüchow. Der erste Linienbus fuhr auf deutschem Boden im März 1895 zwischen Siegen und Deutz. Der Bus, der Ähnlichkeit mit einer geschlossenen Kutsche hatte, wurde vom Familienbetrieb Carl Benz gebaut. Der Motor hatte 5 PS und eine Geschwindigkeit von 20 km/h. Die Fahrt kostete 70 Pfennig – für damals ein namhafter Betrag. Bereits im April 1896 konnte man in der Zeitung für das Wendland (einer Vorgängerzeitung der EJZ) lesen, die von G. Wentz (Bekleidungen) und Ernst Schulz (Brauer) aufgegeben wurde: „Wir beabsichtigen, am 1. Mai d. Jhs. eine Benzin-Omnibus-Verbindung zwischen Witzeetze-Trabuhn-Lüchow sowie Lüchow-Dannenberg resp. Hitzacker einzurichten und werden alle, die sich an dem Unternehmen beteiligen wollen, zu einer Besprechung am Sonnabend, 18. April, nachmittags 6 Uhr in Jürgens Hotel freundlichst eingeladen“.

Bei der Besprechung gab es viel Beifall. Man berechnete, dass schon bei vier Personen die Fahrt rentabel sei. Die Startfinanzierung brachte 8 000 Mark ein. Die Verbindung von Lüchow, Dannenberg und Hitzacker wurde aufgegeben, nur die Strecke Lüchow und Lemgow blieb erhalten.

Nach zehn Tagen war der Motor-Benzin-Omnibus für eine Probefahrt bereit. In der Lüchower Zeitung stand: „Das Gefährt macht einen soliden Eindruck und funktionierte der Motor ganz vorzüglich. Nach dem Urteil der Mitfahrer war von einem Rütteln und Stoßen während der Fahrt nichts zu merken. Es macht auf den Zuschauer einen eigentümlichen Eindruck, ein elegantes Gefährt ohne Pferde und Deichsel in einem raschen Tempo dahinfahren zu sehen und jeder Biegung der Straße genau folgend.“

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