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Ein Plus für Artenvielfalt

NABU-Tipp: Zäune und Hecken im naturnahen Garten

lk Regional. Grüne Grenzen für das Leben – das gilt auch im naturnahen Garten! „Wenn sich die Notwendigkeit ergibt, einen Garten abgrenzen zu müssen oder innerhalb eines Gartens Abgrenzungen vornehmen zu müssen, sollte dies als Chance begriffen werden, mehr Natur einzuladen – und auch gleich noch Gutes zu tun für Amsel, Rotkehlchen, Wildbiene, Schmetterling und Co.“, sagt Rüdiger Wohlers vom NABU Niedersachsen, der Zäune und Hecken auch als mögliche Förderelemente für die heimische Artenvielfalt sieht. „Der Herbst ist eine gute Zeit, um an die nächste Gartensaison zu denken und Vorbereitungen für einen naturnahen Garten zu treffen“, ermuntert Wohlers, zum Spaten zu greifen.

Das wäre eine typische Sonntagsmorgensaktion, erklärt die Mutter zweier Söhne, warum sie das Laub mit ihren Jungs rund um die Holzskulptur von Werner Götz vor ihrem Bauernhaus am Damnatzer Deich in konzentrischen Kreisen angeordnet hat. Warum ? Wir wollten mal etwas anders machen als bisher. Das Laub bleibt nämlich liegen, bis es der Wind verweht. „Eine sinnfreie Aktion, schmunzelt die Frau, die sich nicht als Künstlerin sieht, wobei sie dem Genre „Land Art“ unbewusst ein Werk hinzugefügt hat.

Dazu sollten stets heimische Sträucher und – in großen Gärten oder an Rändern zur freien Landschaft – auch Bäume gepflanzt werden. Am wertvollsten sind gemischte Hecken, in denen sich Sträucher wie Haselnuss, Weißdorn, Schlehe, Holunder oder Liguster finden, ergänzt durch Bäume wie Eberesche, Wildapfel, Rotbuche und Ulme. Dort bieten sich reichhaltige Brutmöglichkeiten für viele Vogelarten – sowohl solche, die bodennah brüten, als auch für Vögel, die ihre Nester in Astquirle bauen. Ebenso bieten die Hecken einen Unterschlupf, nächtliche Schlafmöglichkeiten und ein reiches Nahrungsangebot durch Früchte und Beeren; oft bis in den Winter hinein. „Deshalb können diese Hecken durchaus mit Beerensträuchern, die eigentlich Kulturpflanzen sind, ‚geimpft‘ werden, etwa mit Johannisbeeren, Blaubeeren und Stachelbeeren. Und: Unter solchen Hecken suchen auch Kleinsäuger wie der Igel gerne Unterschlupf, wenn sie ausreichend dicht sind und Laub liegen bleiben darf. An und in den Hecken entwickeln sich zudem zahllose Insekten und andere Wirbellose. Sie finden dort ebenfalls Nahrung, Schutz und Überwinterungsmöglichkeiten – und sie sind wiederum eiweißreiche Nahrung für Vögel und Säugetiere“, erklärt Wohlers. Übrigens sind heimische Sträucher anspruchsloser und widerstandsfähiger als Exoten, auch gegen witterungsbedingte Einflüsse und Schädlinge. Wer in oder am Rande eines kleineren Gartens Hecken pflanzen möchte, ist in der Regel aufgrund der Beengtheit gut beraten, Hecken aus wenigen Straucharten, gegebenenfalls sogar nur aus einer einzigen, zu pflanzen. Der Klassiker aller Hecken ist natürlich die Rotbuche, aber auch die Hainbuche.

Zäune können mit allerlei Rankpflanzen besetzt werden. Von mehrjährigen Arten wie Kletterhortensie, Wein und Efeu – eine der besten Bienenweiden – bis hin zu ein- oder zweijährigen Arten. „Da findet die Kapuzinerkresse ebenso ihren Platz wie die Schwarzäugige Susanne. Und natürlich können an einem Zaun auch Stockrosen, Sonnenblumen, Duftwicken und andere höher wachsende Pflanzen gesetzt und angebunden werden, damit sie nicht vom Wind umgeknickt werden“, betont der NABU-Mitarbeiter.

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