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Florale Freuden in schwerer Zeit

Trend im Advent: Traditionelles liegt vorn – auch in der Elbufergärtnerei

rs Hitzacker. In diesem Jahr ist vieles anders. Üblicherweise gebe es an den kommenden Wochenenden den Adventsschautourismus: Dutzende Familien tingeln dabei zwischen zahlreichen privat oder gewerblich organisierten Ausstellungen hin und her, um kreative Ideen oder fertiggestaltete Exponate für ihr Zuhause zu erhalten. Wegen der Pandemie ist dies nicht möglich. Konzentrierter Publikumsverkehr an wenigen Schautagen widerspricht dem Ziel, die Infiziertenzahlen zu minimieren. Das sieht auch der Fachverband Deutscher Floristen so. Was aber möglich ist, ist der Verkauf von floralen adventlichen Dekorationsartikeln während der Geschäftszeiten der Blumengeschäfte. Schließlich hat man sich dort vielfach lange vor der Pandemie mit entsprechendem Sortiment eingedeckt, dieses nun liebevoll in Szene gesetzt. Und: Vielleicht noch mehr als sonst besteht gerade jetzt der Wunsch, sich Geborgenheit, Gemütlichkeit und ein Stück weit Gewohntes nach Hause zu holen. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass die Trendprognosen weg vom Luxus und Eleganz in Richtung Traditionelles gehen. Rot und Gold entsprechen in diesen schwierigen Zeiten dem Bedürfnis nach Sicherheit, tragfähigen Beziehungen sowie den Wunsch nach Klarheit.

Diesem Wunsch entspricht auch Floristmeisterin Katrin Meyer-Steep, die in Hitzacker die Elbufergärtnerei führt, bis Heiligabend mit ihrem Angebot „Advent bei Meyer“. Sie bedauert zwar, dass sie mit ihren sechs Floristinnen den Kunden nicht wie üblich Apfel-Zimt-Punsch und Baumkuchen anbieten darf, will dies aber mit einer Extraportion Lichterglanz und Herzenswärme ausgleichen. Gerade in dieser dunklen und nun auch kontaktarmen Zeit müsse man Freude an Schönem vermitteln, ist sich Meyer-Steep sicher und spricht damit wohl im Sinne aller Blumenhändler der Region. Bei ihr stehen die Kundschaft und die Qualität der handgemachten Ausstellungsstücke im Vordergrund. Natürlich habe sie die Gänge breiter gestaltet, einen Rundkurs durch die Schau, die aus den Themen „Familienwelt“ (Kindliches in den Farben Rot, Grün und Silber), „Landhaus“ (weinrot, gold), „Winterwelt“ (blau, silber, natur), „Vintage“ und „Märchenträume“ besteht, angelegt. Und selbstverständlich müsse man sich an die AHA-Regeln halten.

Es müsse trotz aller Einschränkungen ja weitergehen, bekennt Katrin Meyer-Steep, die während des ersten Lockdowns schließen musste. Auch deshalb hat sie sich entschlossen, jüngst einen neuen Lehrling auszubilden.

Übrigens: Auch in vielen anderen Blumengeschäften Lüchow-Dannenbergs wird man in puncto Adventsschmuck fündig – in Hitzackers „Gänseblümchen“ ebenso, wie im Dannenberger Blumenhaus Pruschke, wo es unter anderem stilvolle Beleuchtungsideen und Blumenraritäten zu bestaunen gibt, wie im Gartenfachmarkt Johannsen (attraktive Angebote), wie in Wustrows Gärtnerei Klaucke oder wie in Lüchows M&A Grünwelt (beide setzen auf klassische Rot- und Goldtöne in Verbindung mit Natürlichem). Einfach etwas Zeit zum Stöbern mitnehmen und genießen.

Ronald Seide

Redaktion Kiebitz 05841/127 420 seide@ejz.de

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