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Gemeinschaftspflege unter Hygienebedingungen

Hitzackers Gilde versammelte sich virtuell zur Ersatz-Herbstversammlung – Care-Pakete für jeden

rs Hitzacker. Was tun, wenn eine größere Versammlung ansteht, man aber coronabedingt nicht zusammenkommen darf? Man trifft sich virtuell in einem Online-Chatroom. Die Teilnehmer des G20-Gipfels machten es am Wochenende ebenso wie bis zu 30 Mitglieder der Hitzackeraner Gilde. War in Riad der saudi-arabische König Salman der Gastgeber, so war es in der Elbestadt beziehungsweise in Tiesmesland der Gildemeister Henning Fredersdorf, der im Chat auch zwei Monarchen begrüßen durfte: König Ulrich Schuster und Vizekönig Fritz Boldt. Und noch eine Gemeinsamkeit hatte das Gildetreffen, das am Sonnabend als Ersatz für die traditionelle Herbstversammlung anberaumt war, mit jenem der Vertreter der führenden Industrienationen: Es gab wenig Inhalt. Nur war dies für die Gildebrüder um Obergildemeister Michael Schulz von vornherein klar. Alle zu entscheidenden Punkte sollen bei der Frühjahrsversammlung im gewohnten Rahmen geklärt werden. Die Planungen für das Schützenfest 2021, welches als „625-jähriges Jubiläum + 1“ tituliert ist, stehen bereits.

Daher ging es eher um den Austausch, um die Pflege von Gemeinschaft, darum, sich einmal wiederzusehen. Denn die Mitglieder der ältesten Schützengilde Lüchow-Dannenbergs leben weit verstreut – und deshalb waren Teilnehmer unter anderem aus Hamburg, aus Berlin und aus Düsseldorf zugeschaltet. Gemeinsam wurden innerhalb der gut zwei Stunden, während man den Inhalt der im Vorfeld von der Gildespitze gepackten und versandten Care-Pakete genoss, Bilder vom Schießstandumbau betrachtete, man scherzte und frotzelte – etwa über Verbindungsprobleme, ungewollte Standbilder und natürlich herzhaft über sich selbst. Vielfach erklang aus den Kehlen der zumeist Uniformierten das „Horrido“. Das System des gefahrlosen Treffens ohne Maske, bei dem zudem nie die Gefahr bestand, dass es zu körperlichen Auseinandersetzung kommen würde, weil es ja auch nicht ging, überzeugte viele der Teilnehmer, so dass man sich demnächst zu einer kleinen Weihnachtsfeier erneut im Netz treffen möchte.

Ronald Seide

Redaktion Kiebitz 05841/127 420 seide@ejz.de

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