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Feiern im weihnachtlichen Gartow

Weihnachtsmarkt muss ausfallen, aber Sonnabend gibt es Ersatz

bv Gartow. Kein Weihnachtsmarkt – aber einkaufen im weihnachtlichen Gartow? Passt das zusammen? Wie Gartows Bürgermeisterin Magda Geldmacher anmerkt, steigen, wie befürchtet die Corona-Fallzahlen zur kalten Jahreszeit an. „Die UWG verzichtet deshalb schweren Herzens dieses Jahr auf die Ausrichtung des alljährlichen Weihnachtsmarkts am Gartower Schloss, da die Anforderungen an die Hygienemaßnahmen immens sind. Am Feuer Stockbrot braten, Märchen in heimeliger Runde im Pferdestall, mit Glühwein anstoßen: nicht möglich! Zwischen Verkaufsständen bummeln und einen Burger genießen: all das mit Corona-Abstand im Einbahn­straßen­system? Wir warten lieber bis nächstes Jahr, in der Hoffnung, dass sich dann das Leben wieder in altgewohnten Bahnen bewegen kann.“

Aber die Mehrheit der Geschäftsleute in Haupt- und Springstraße habe sich bereit erklärt, als Alternative am Weihnachtsmarkt-Sonnabend, dem 12. Dezember, die Öffnungszeiten zu verlängern. „Vom Foodtruck am Schloss bis zum Baumarkt im weihnachtlich geschmückten Gartow einkaufen, umrahmt von Klängen des Posaunenchors, vielleicht begleitet von einer Aktion der Jugendfeuerwehr – das wäre eigentlich eine schöne Sache“, betont Geldmacher, mit einer Einschränkung: „Nun hat die Bundesregierung die Begegnungsmöglichkeiten bekanntlich bis voraussichtlich Anfang Januar eingeschränkt. So lässt sich derzeit leider nichts fest planen. Wir müssen gegebenenfalls zeitnah und flexibel reagieren.“Das sei aber nicht schlimm, dass das Ganze keinen offiziellen Charakter habe: „Alles ist ein bisschen improvisiert, es gibt keinen festen Plan“, berichtet die Bürgermeisterin.

„Im Oktober bin ich durch die Geschäfte gelaufen und habe gefragt, ob wir an jenem Sonnabend vielleicht länger öffnen wollen. Das versuchen wir von der UWG zu begleiten. Wir finden es ausgesprochen schade, dass der Weihnachtsmarkt, ein Anker, eine Institution, die Gäste bis weit über die Kreisgrenzen entfernt anlockt, wegfällt. Deshalb versuchen wir, einige Veranstaltungen drumherum anzubieten – natürlich alle mit Abstand und den Coronaregeln entsprechend. Der Posaunenchor wird musizieren, am Evangelischen Forum Gartow an der Hauptstraße 1 beziehungsweise im Pfarrgarten gibt es heißen Apfelsaft, auch am Tauschladen wird es Musik geben.“ Last not least hat auch der Westwendische Kunstverein die Schaufensterausstellung in der Kunstkammer geändert: Im Fenster sind nun Radierungen von Ernst von Hopffgarten zu sehen. Von Hopffgarten ist nicht nur Maler und Druckgraphiker und Veranstalter von zahlreichen kulturellen Events in Trebel, sondern seit vielen Jahren auch im künstlerischen Beirat des WWKs tätig.

„Bleiben Sie gesund“, wünscht Bürgermeisterin Magda Geldmacher.

Björn Vogt

Redaktion Kiebitz 05841/127 422 vogt@ejz.de

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