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(K)ein unachtsamer Moment

Alle Jahre wieder qualmt es in Wohnzimmern – was dagegen hilft

hbi/bv Lüchow. Alle Jahre wieder riecht es in deutschen Wohnzimmern nach Kerzenduft und frischem Tannengrün. Wir genießen die beschauliche Vorweihnachtszeit. Eine Idylle, die sich innerhalb weniger Sekunden in einen Albtraum verwandeln kann. Denn: brennende Kerzen wirken nicht nur auf Erwachsene faszinierend. Auch die Kinder empfinden Kerzenlicht als sehr schön. Leider reicht schon ein kurzer Moment der Unachtsamkeit aus – und Flammen und Rauch verursachen immense Schäden. Deshalb gibt der Kiebitz Hinweise zum sicheren Umgang mit offenem Feuer in der Adventszeit.

Nicht mehr lange, dann steht Heiligabend vor der Tür. In der Vorweihnachtszeit dekorieren die meisten ihr Zuhause festlich: Warmes Licht sorgt für stimmungsvolles Ambiente. Viele greifen gerne auf echte Kerzen zurück, denn sie zaubern – auf dem Adventskranz oder am Weihnachtsbaum – eine ganz besondere Atmosphäre. Aber echte Kerzen bergen auch Gefahren.

Wichtige Tipps, die Brände in der Adventszeit verhindern, gibt Torsten Stolpe, Oberbrandmeister bei der Hamburger Berufsfeuerwehr und Ortsbrandmeister in Clenze. „Jeder macht es sich jetzt gern gemütlich. Kerzen werden am Adventskranz angezündet, in vielen Wohnzimmern steht ein echter Tannenbaum, nicht selten mit echten Kerzen. Damit auch die ehrenamtlichen Feuerwehrleute ihr Weihnachtsfest genießen können, müssen ein paar Dinge beachtet werden.“

Wichtig ist der richtige Umgang mit der Kerze. Wie wird sie im Adventskranz oder im Gesteck befestigt? Stolpe: „Die Kerze sollte niemals einfach so in das Tannengrün gestellt werden. Denn wenn die Kerze herunter gebrannt ist, kann sich das Feuer schnell ausbreiten. Deswegen: Verwenden Sie einen nicht brennbaren Kerzenhalter oder stellen das Teelicht in ein Glas.“ Der Familienvater rät außerdem, die Kerze niemals unbeaufsichtigt zu lassen. Selbst wenn der Raum nur kurz verlassen wird, muss die Kerze gelöscht werden. Die Gefahr, dass die Kerze umfällt, weil gerade ein Kind im Raum spielt oder die Katze auf den Tisch springt, ist groß. Deshalb: „Vor dem Verlassen des Raumes immer die Kerze auspusten.“

Wichtig ist auch der Abstand zwischen Kerze und brennbarem Material. Es muss darauf geachtet werden, dass das Gesteck nicht zu nah an der Gardine oder anderen brennbaren Stoffen steht. Wer einen Tannenbaum mit echten Kerzen verwendet, muss auch darauf achten, dass der Abstand zwischen Kerzen und Ästen groß genug ist.

Sollte es doch zu einem Übergreifen der Flammen kommen, rät der Profi: „Wenn Flammen auf ein Gesteck übergreifen, ist es gut, wenn man einen Eimer Wasser griffbereit hat. Noch besser ist es, wenn ein Feuerlöscher im Haushalt ist. Aber achten Sie bei allem, was Sie tun, darauf, dass Sie sich nicht selbst in Gefahr bringt“, rät Stolpe. „Wenn Sie ein Löschmittel in der Nähe des Weihnachtsbaumes platzieren, verstecken Sie dieses nicht hinter dem Weihnachtsbaum – dann ist es im Brandfall nicht mehr erreichbar.“

Bei aller Einsatzbereitschaft sollte sich jedoch niemand in Gefahr bringen. Torsten Stolpe: „Wenn es dennoch zu einem Brandausbruch kommt, versuchen Sie nicht, das Feuer selber zu löschen. Damit bringen Sie sich in Gefahr. Sorgen Sie dafür, dass alle die Wohnung oder das Haus verlassen. Wenn Sie das der Feuerwehr mitteilen können, erleichtern Sie uns die Arbeit enorm!“

Wer diese Hinweise beachtet, der kann sich auf ein gemütliches Weihnachtsfest im Kerzenschein freuen. Die ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr für Lüchow-Dannenberg wünschen allen eine frohe (Vor-)Weihnachtszeit.

Dieser Beitrag wurde Ihnen von der Avacon präsentiert.

In dieser Reihe informieren wir ab sofort regelmäßig über Neuheiten in der Feuerwehr Lüchow-Dannenberg. Und selbstverständlich erscheint wie gewohnt im kommenden Jahr die große Feuerwehr-Beilage in der Elbe-Jeetzel-Zeitung.

Björn Vogt

Redaktion Kiebitz 05841/127 422 vogt@ejz.de

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