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Spannende Vorschläge

„Gemeinsam für Hitzacker“ arbeitet im Shutdown

bv Hitzacker. Zu Beginn eines neuen Jahres haben wir jeweils im Februar neue Pläne und Ideen gesammelt, Gruppen gebildet, die dann an der Umsetzung gearbeitet haben. Manches wurde auch von außen an uns herangetragen, wie die Bitte um Unterstützung für Anträge – etwa von Plastikfrei oder von Wolfgang Tondera, Leiter des Jugendzentrums Hitzacker, um die Skaterbahn finanziell zu ermöglichen.

Wie sieht es momentan aus – im Shutdown?

Die Stimmung ist natürlich gedämpft. Aber wir wollen die Hände nicht in den Schoß legen. Wir werden auf unserem nächsten virtuellen Treffen im Februar diskutieren, was wir trotz und nach Corona machen wollen. Vielleicht können wir schon im Frühling den Flauschmarkt wiederbeleben. Und wir sind fest entschlossen, das Straßenfest „Musik am Fluss“ Ende August vorzubereiten.

Wie hat der Verein das Jahr 2020 erlebt? Gab es für die Mitglieder überhaupt etwas zu tun?

Vermutlich wie die meisten Vereine. Alle geplanten Aktivitäten mussten abgesagt werden. Als wir nach den Sommerferien wieder durchstarten wollten, kam schon der nächste Shutdown. Seitdem kommunizieren wir nur noch virtuell, kommen aber dennoch zu kreativen Ergebnissen. So haben wir auf dem virtuellen Novembertreffen unter anderem beschlossen, das Kinderkrippenspiel der evangelischen Gemeinde zu unterstützen und eine Weihnachtsbrief-Aktion zu organisieren. Mit Erfolg. Im Vergleich: Die Aktivitäten 2019: GfH hat (mit-) organisiert und umgesetzt: ein Straßenmusikfest; drei Märkte beziehungsweise Beteiligungen; zwei erfolgreiche Beantragungen von Förderprojekten und deren Starts; fünf Vorträge und Workshops; eine Teilnahme am „Stadtradeln“ (Platz 10 in Deutschland); zwei Pflanzkampagnen mit unter anderem 10 000 Blumenzwiebeln; ein laufendes Reparatur-Café und zehn Plenumsveranstaltungen zum freien Austausch. Frank Freudenthal ergänzt: Nach den doch etwas holperigen Versuchen von hybriden oder digitalen Offenen Treffen freue ich mich wieder sehr auf entspannte anregende Diskussionen beim richtigen Offenen Treffen, bei dem stets tolle Ideen entstanden sind. Ich würde auch gern das Thema Stadtentwicklung wieder stärker in den Fokus nehmen. Dazu gehört für mich Verkehrs-, vor allem Fahrradpolitik. Außerdem wollen wir weiter an der „Leerstandkartierung“ arbeiten, um daraus neue Aktivitäten gegen Leerstand zu entwickeln.

Die Blühgruppe war ja auch unter Corona-Bedingungen aktiv und wird dies auch in Zukunft sein. Gerne würden wir zudem weitere Gruppen einbinden: Eltern, Alleinerziehende, Jugendliche und junge Erwachsene, die einen anderen Fokus mitbringen.

Wo drückt der Schuh in Hitzacker?

Aktuell machen wir uns grundsätzlich Sorgen um diejenigen, die besonders von den Beschränkungen betroffen sind; von den kleinen Kindern, die sich nicht zum Spielen verabreden können, über die vielen Cafés, Gaststätten, Läden und andere, die Hitzacker beleben, bis zu den Menschen, die sich in den Pflegeeinrichtungen oder zu Hause allein fühlen. Wir hoffen daher inständig, dass ein Frühlingsflauschmarkt oder Musik am Fluss – mit Hygienekonzept – nicht nur Hitzacker, sondern auch uns alle mit neuer Energie erfüllt.

Aktuell haben wir uns auf unserem gestrigen Vorstandstreffen – per Videokonferenz – etwa über die gerade diskutierte Spielplatzsituation ausgetauscht und überlegt, was wir tun können. Dabei geht es uns darum, einen Prozess (mit-)anzustoßen, Kontakte herzustellen, für Aktionen (mit-)aufzurufen.

Wir freuen uns, dass weitere Menschen in Hitzacker aktiv werden und für ihre Belange eintreten. Denn wenn wir eins erfahren haben, dann, dass ein gemeinsames Ziel viel(e) bewegen kann.

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Björn Vogt

Redaktion Kiebitz 05841/127 422 vogt@ejz.de

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