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Impflotsen helfen bei Bedarf

Impfzentrum Uelzen nimmt am 22. Februar Betrieb auf

lk Lüchow/Uelzen. Am 22. Feb­ruar 2021 wird das Impfzentrum in der Stadthalle in Uelzen seinen Betrieb aufnehmen können. Dann werden auch über 80-jährige Menschen aus Lüchow-Dannenberg dort einen Impftermin vereinbaren können. Sie gelten laut der Impfverordnung des Bundes als Impfberechtigte mit „höchster Priorität“ und sind nun als Erstes an der Reihe – neben Personen, die in der Pflege oder in den Notauf­nahmen und Intensivstationen der Krankenhäuser tätig sind.

Wie die Abläufe im Impfzentrum genau funktionieren und was man beispielsweise zu seinem Impftermin mitbringen sollte, erläutert ein Schreiben des Landkreises Uelzen. In diesen Tagen verschicken die Samtgemeinden Elbtalaue, Gartow und Lüchow dieses Schreiben per Post an die Menschen in Lüchow-Dannenberg, die am 31. März dieses Jahres 80 Jahre oder älter sind.

Terminvereinbarungen oder die Aufnahme auf die Warteliste sind telefonisch von montags bis sonnabends, jeweils von 8 bis 20 Uhr, über eine Hotline des Landes Niedersachsen unter (08 00) 9 98 86 65 möglich oder über die Website www.impfportal-niedersachsen.de.

Das Schreiben des Landkreises Uelzen enthält eine Anfahrtsbeschreibung und informiert auch über die Anreise für diejenigen, die nur eingeschränkt mobil sind: Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Hausarzt einen Krankenbeförderungsschein ausstellen, mit dem dann eine Taxi- oder Mietwagenfahrt beauftragt werden kann. Wer gesund ist, aber trotzdem keine Möglichkeit hat, aus eigener Kraft nach Uelzen zu kommen, kann den dem Schreiben beigefügten „Beförderungsschein“ ausfüllen und mit diesem ebenfalls ein Taxi nutzen. Der Beförderungsschein ist beim Fahrer abzugeben. Die Kosten für die Fahrt müssen nicht verauslagt werden. Eine Liste möglicher Transportunternehmen in ­Lüchow-Dannenberg, die für diese Fahrten nach Uelzen in Anspruch genommen ­werden können, liegt dem Schreiben ebenfalls bei. Das Infoschreiben an die über 80-Jährigen steht auch online zur Verfügung unter www.luechow-dannenberg.de/infoschreiben-auftakt-impfzentrum.

Wer Hilfe braucht, etwa bei der Vereinbarung eines Impftermins, kann sich seit Montag an die Rathäuser in Dannenberg, Gartow und Lüchow wenden. Dort stehen mehrere „Impflotsen“ telefonisch zur Verfügung und geben Rat und Hilfe rund um den Impftermin.

  • Die Nummern der Impflotsen:
    • Dannenberg: (0 58 61) 80 84 17;
    • Clenze: (0 58 44) 97 55 41;
    • Lüchow: (0 58 41) 42 57 sowie
    • Gartow: (0 58 46) 33 3.
  • Die Impflotsen sind von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und am Freitag von 8 bis 13 Uhr erreichbar.

Landrat Jürgen Schulz erklärt für den Landkreis Lüchow-Dannenberg volle Unterstützung für den Info-Brief seines Uelzener Amtskollegen: „Uelzen vertritt die vom Land beauftragte Linie mit dem Impfzentrum Uelzen und wir werden diese Ansätze natürlich nicht unterlaufen oder behindern. Wir werden zusammen mit den Samtgemeinden alles tun, um unseren Bürgerinnen und Bürgern den Besuch des Impfzentrums zu ermöglichen.“

Landrat Schulz pocht jedoch unverändert darauf, dass neben dem Impfzentrum im Nachbarlandkreis schnellstmöglich zusätzliche Möglichkeiten geschaffen werden, dezentral zu impfen – sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht. Ein entsprechendes Konzept des Corona-Krisenstabs der Kreisverwaltung liegt dem Land seit Anfang des Jahres vor. Schulz: „Die Wege aus Lüchow-Dannenberg bis nach Uelzen sind schlicht zu weit. Um die Akzeptanz der Impfung zu erhöhen und schnellstmöglich insbesondere die älteren Lüchow-Dannenberger mit einem Impfschutz versehen zu können, müssen die Hürden zur Impfung deutlich herabgesetzt werden: mit kurzen Wegen zu Impfmöglichkeiten an zentralen Orten in Lüchow-Dannenberg. Wir hoffen weiterhin auf grünes Licht von Ministerin Reimann für unseren handfesten Vorschlag. Wir sind bereit.“

Auch eine sachgerechtere Verteilung des knappen Impfstoffs fordern Lüchow-Dannenbergs Landrat und sein Uelzener Amtskollege unisono. Schulz: „Bis dato orientiert sich das Land bei der Verteilung des Impfstoffs an der Bevölkerungsdichte. Entscheidend ist aber doch, ältere und vorerkrankte Menschen, die erwiesenermaßen ein höheres Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben, vorrangig zu schützen.“

Weitere Infos: www.luechow-dannenberg.de

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