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Was ist eine gastrointestinale Blutung?

Teil 3 der EJK-Gesundheitsserie: Blut im Stuhl

lk Dannenberg. Teil 3 der EJK-Gesundheitsserie im laufenden Jahr befasst sich mit dem Thema Blut im Stuhl – was ist eine gastrointestinale Blutung?

Bei gastrointestinalen Blutungen handelt es sich meist um einen akuten, manchmal auch um chronischen Blutverlust, wobei Blut in den Hohlkörper des Verdauungstrakts gelangt. Derartige Blutverluste können so geringfügig sein, dass sie zunächst völlig unbemerkt bleiben, aber meist später zu einer Blutarmut führen. Andere Blutverluste können so stark ausgeprägt sein, dass eine akute Blutung sogar notfallmäßig behandelt werden muss.

Was sind die Symptome?

Blut wird erbrochen oder über den Stuhl ausgeschieden. Wenn das Blut mit Magensäure in Berührung gekommen ist, sieht das Erbrochene sehr dunkel aus. Wird das mit Magensäure versetzte Blut mit dem Stuhl ausgeschieden, spricht man von Teerstuhl. Dagegen sieht das Blut bei einer Rektalblutung hellrot aus, wenn es über den After ausgeschieden wird.

Ursachen:

  • Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür
  • Krampfadern in der Speiseröhre
  • Risse im Gewebe der Speiseröhre
  • Magen- oder Speiseröhrenkrebs
  • Polypen und Tumoren des Darmes, etwa Dickdarmkrebs
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie etwa Morbus Crohn
  • Darmentzündungen durch Erreger, Parasiten, Autoimmunerkrankungen, Durchblutungsstörungen
  • Hämorrhoiden, Fissuren oder Fisteln des Anus
  • Gefäßfehlbildungen
  • akuter Verschluss eines Darmgefäßes

Nebenwirkungen von Medikamenten:

Einige der links aufgeführten Erkrankungen können etwa als unerwünschte Neben­wirkung von Medikamenten entstehen. Für Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre können ebenfalls bestimmte Schmerzmittel oder Anti­­bio­tika verantwortlich sein.

Auch Antidepressiva stehen in Verdacht, solche möglichen unerwünschten Nebenwirkungen auszulösen. Das Risiko einer Blutung steigt teilweise extrem, wenn kein Magenschutzmittel genommen wird.

Therapie und Behandlung:

Es gibt verschiedene therapeutische Maßnahmen. Diese richten sich nach Intensität, Ort und Ursache der Blutung. Vor allem Magen- und Darmspiegelungen sind wichtige Untersuchungsmethoden, wobei eine Behandlung beziehungsweise Therapie gleich im Zuge der jeweiligen Untersuchung erfolgen kann. Starke akute Blutungen wie beispielsweise bei Speiseröhrenkrampfadern müssen notfallmäßig gestillt werden beziehungsweise als lebensrettende Maßnahme versorgt werden.

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