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Hafen Hitzacker: Perle an der Elbe

Hafenmeister Eckhardt von Loh erkennt Boom

rs Hitzacker. „Mit 107 Liegeplätzen für Schiffe von bis zu 15 Metern Länge und fünf Metern Breite, komplett neuen Alu-Steganlagen, neuen Dalben, neuer Slipanlage, moderner Ver- und Entsorgungsinfrastruktur für Strom, Frisch- und Schmutzwasser.“ Durch die Marpolanlage sei „sein Hafen“ gleichsam auch einer der umweltfreundlichsten längs des Stromes. „2018 hat Peter Schneeberg als Geschäftsführer und Eigentümer der Hafen Hitzacker (Elbe) GmbH zudem eine Drehbrücke von der Insel zur Schweineweide errichten lassen, die die Einfahrt in den Sportboothafen durch die stets schiffbare Jeetzelmündung ermöglicht“, berichtet Eckhardt von Loh. Die ehemalige Zufahrt über einen Durchstich versandete nämlich regelmäßig und machte eine Nutzung des Jachthafens nicht rentabel.

2020 sind enorm viele Boote eingelaufen

Aus dem Inneren des Ziegelsteingebäudes, in dem ein Büro, Duschen und Sanitäranlagen untergebracht sind, führt von Loh, der seit 2008 auch Vorsitzender des örtlichen Motorjacht-Clubs ist, auf die Dachterrasse, die einen herrlichen Rundumblick auf den Hafen und die Elbe erlaubt. „Für das Hochfahren der Brücke, für alle Fragen zu Liegeplätzen, Gebühren, Infrastruktur und auch bei Navigationshilfen, etwa die Müritz rauf, bin ich verantwortlich“, berichtet der Mann, der als Wehrpflichtiger auf dem Zerstörer „Mölders“ diente – ungewöhnlich, aber durch seine Fähigkeiten im Bereich der Radar- und Bordtechnik erklärbar. „Dazu melden sich die Skipper per Telefon oder Funk an. Während der Saison, die Anfang April begann und bis Oktober läuft, bin ich sieben Tage die Woche an 24 Stunden dafür erreichbar.“ Würde mancher ob dieser Belastung mit den Augen rollen, so strahlen diese bei von Loh. Er habe noch viel vor, freue sich über diese Tätigkeit, die mit Menschen und der Schifffahrt zu tun hat. Kurz weist er in die Runde über das Dierks, das Hotel Hafen Hitzacker (Elbe) und die Fähre, die mit dem Motorboothafen ein touristisches Gesamtkonzept bilden. Fußläufig seien „Bäcker und wesentliche Geschäfte des täglichen Bedarfs von hier aus erreichbar“. Natürlich gehe das Konzept nur auf, wenn die Elbe ausreichend Wasser führt. „2020 haben wir viel davon gehabt – und trotz Corona sind enorm viele Boote eingelaufen. Auffällig viele neue Bootseigner, die häufig durch Mundpropaganda zu uns kamen und vielfältig Hilfe benötigten, waren darunter.“

Hafen profitiert vom Trend „Urlaub vor der Haustür“

Verantwortlich dafür macht der Kenner der Szene, der seit 1991 für die Deutsche Hochseeschule Hamburg tätig ist, die Corona-Situation: „Viele Deutsche machten sich mangels anderer Angebote auf die Suche nach einem Alternativurlaub an und auf Gewässern in der Heimat. Ein eigenes Boot bedeutet für den Be­sitzer Unabhängigkeit und ­Sicherheit – ähnlich wie bei Wohnmobilen“, weiß der Hafenmeister zu berichten – und dass die große Nachfrage während der Pandemie zu einem Engpass vor allem beim Gebrauchtbootmarkt geführt hat. Der Trend „Urlaub vor der Haustür“ habe die Menschen „alles, was schwimmt, kaufen lassen“. Und auch in diesem Jahr hält der Boom an: Trotz Impfungen wird der Deutschlandurlaub für viele an erster Stelle stehen.

Übrigens: Nahezu jährlich schippert von Loh mit einer Stammtischcrew durchs Mittelmeer, „mit einer 51-Fuß-Jacht, oft nach Mallorca“. Der sechste Törn hätte im vergangenen Jahr mit einem Katamaran und von Loh am Steuerrad nach Kroatien führen sollen. Ob es klappt, diese Fahrt in diesem Jahr nachzuholen, das kann er zum aktuellen Zeitpunkt nicht einschätzen.

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