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Pflanzenschutz im Garten

lps/Cb Lüchow. Pflanzen werden vor allem von pilzlichen Krankheitserregern infiziert. Die Ausbreitung von Krankheiten ist bei Wildpflanzen durch die Artenvielfalt eingeschränkt, denn Infektionen erfolgen meist nur auf spezifischen Wirtspflanzen. Bei Kulturpflanzen ist die Anfälligkeit durch die verbreiteten Monokulturen größer und diese begünstigen die Ausbreitung. Man versucht, dies durch gezielte Veränderung der Monokulturen zu Mischkulturen zu bekämpfen. Im privaten Hausgarten sollte der Einsatz von Chemikalien eigentlich unterbleiben.

Wenn Schädlinge und Pilzbefall überhand nehmen, gibt es für den Einsatz chemischer Mittel Regeln. Pflanzenschutzmittel unterliegen wie Arzneimittel staatlicher Kontrolle. Die Zulassung der Mittel erfolgt nach aufwendigen Verfahren. Pflanzenschutzdienste kontrollieren die im Markt befindlichen Präparate bei Händlern und Anwendern. In Hausgärten und in Kleingärten dürfen von privater Seite ohne Sachkundenachweis nur Pflanzenschutzmittel verwendet werden, die folgenden Aufdruck tragen: „Anwendung durch nichtberufliche Anwender zulässig“. Kriterien sind zum Beispiel die Eigenschaften der Mittel, Art und Größe der Verpackung und die Dosiereinrichtung. In der jeweiligen Gebrauchsanweisung finden sich Hinweise zur sicheren und vorschriftsmäßigen Anwendung. Man sollte sie sorgfältig lesen.

Laut Pflanzenschutzgesetz dürfen Pflanzenschutzmittel auf gärtnerisch genutzten Flächen verwendet werden, nicht jedoch auf befestigten Flächen, auf Wegen, Wegrändern, Zufahrten und Stellplätzen.

Pestizide sind fast immer bienengefährlich, bedrohen auch andere nützliche Insekten und Kleintiere. Es genügen kleinste Mengen im Hausgarten. Von der Anwendung solcher Mittel bis zum Verzehr von Pflanzenteilen soll daher die vorgeschriebene Wartezeit vergehen.

Meistens gibt es Alternativen, mit biologischen Mitteln Schädlinge und Pilzbefall zu bekämpfen.

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