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Platz für Schmetterlinge

Gärten mit Raupen und Faltern

lps/Cb Lüchow. Der Rückgang der Schmetterlingsarten ist nicht nur ein bundesweites Phänomen, sondern weltweit nachweisbar. Ihr Verschwinden ist allerdings nur zum Teil einer monotonen Gartengestaltung anzulasten. Gravierender wirken sich die Eingriffe in die Landschaft aus. Wie Heinrich Böll in seinem bekannten Gedicht „Von deutschem Schmettern“ richtig schreibt, hat der Schmetterling nichts mit dem Schmettern zu tun, sondern mit dem „Schmetten“, der Sahne, weshalb er zum Beispiel im Englischen „Butterfly“ heißt.

In einem naturnah gestalteten Garten ist es mit Umsicht und geeigneten Pflanzen möglich, manche Schmetterlingsarten wieder heimisch werden zu lassen. Die Grundlage bildet das Ansiedeln von Futterpflanzen für die Raupen. Ohne diese typischen Pflanzen gibt es auch keine Falter. Zur Aussaat und zur Anpflanzung eignen sich einheimische Arten von Gehölzen, Stauden, Gräsern sowie ein- und zweijährigen Pflanzen. Listen mit geeigneten Raupenfutterpflanzen und mehr Tipps für den Schutz der Schmetterlinge gibt es bei den Naturschutzverbänden.

Optimal für Schmetterlinge ist eine sonnige und vor dem Wind geschützte Fläche, die man durch eine Heckenumrandung schafft. Ist eine Heckenpflanzung nicht möglich oder das Grundstück dafür nicht geeignet, bieten sich Gruppen von Sträuchern an. Innerhalb dieses Areals können Blumenwieseninseln entstehen. Eine kleine Fläche im Garten sollte sich selbst überlassen werden, damit dort Pflanzen wachsen können, die man sonst als Unkraut entfernt.

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