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Bridge-Club spielt jetzt online

Hans Berger bietet Turniere auf englischer Plattform an

bv Dannenberg. Die Mitglieder des Bridge-Club Dannenberg haben auch – wie alle anderen Sportvereine – wegen der Corona-Pandemie ihre sportlichen Aktivitäten einstellen müssen. „Wir konnten nicht mehr live unser wöchentliches Bridgeturnier im MGH Dannenberg oder im Vereinsheim des MTV Dannenberg durchführen“, berichtet der Vorsitzende Hans Berger.

Als Berger Anfang Februar auf die aus Großbritannien stammende Plattform RealBridge.online aufmerksam gemacht wurde, die mit Kamera und Mikrofon neben dem eigentlichen Bridgespiel auch sozialen Austausch ermöglicht, setzte er sich das Ziel, für seine Mitglieder und Gäste eigene Turniere auf RealBridge zu veranstalten. Berger nahm kurzfristig online an Turnierleiterschulungen in England und Deutschland teil, übersetzte viele Seiten Anleitung, nahm testweise an größeren Turnieren teil. Ende Februar fühlte Berger sich für einen Online-Start fit – er lud für den 2. März zu einem ersten Turnier ein.

Zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich online in einer Lobby, nahmen Platz an den Vierer-Tischen. „Sie konnten sich sehen und sich miteinander unterhalten wie beim Live-Bridge, brauchten nicht anzufahren, brauchten keine Masken und keinen Abstand einzuhalten, keine Karten zu mischen. Sie gaben ihre positive Erfahrung weiter, sodass es eine Woche später schon 20 Teilnehmer waren – zehn Paare spielten an fünf Tischen.“ Zum vierten Turnier waren es schon über dreißig interessierte Bridgespieler. „Sie kamen nur zu einem Drittel aus dem eigenen Bridge-Club; die Übrigen waren in ganz Deutschland zu Hause, sogar aus Österreich und England waren Spieler dabei – aus England ein alter Bekannter, nämlich Dennis Weir, der ehemalige Chef am Gusborner Turm und Dannenberger Schützenbruder“, so Berger: „Diese positive Entwicklung in so kurzer Zeit hat unseren Bridge-Club bewogen, weiterhin diesen Weg zu gehen. Im März waren wir einer von nur zwölf Bridge-Clubs deutschlandweit, die RealBridge anboten.“

Für alle Teilnehmer sei es „ein besonderes Erlebnis, wieder mit Bridgefreunden virtuell an einem Tisch zu sitzen, sich wiederzusehen oder neu kennenzulernen – und dann nach zwei Spielen in der nächsten Runde auf die nächsten zu treffen. „Das spricht sich rum – es werden von Woche zu Woche mehr, die gernemitspielen möchten“, freut sich Berger, der jetzt schon die zehnte Woche Turniere organisiert. Infos: (0 17 1) 2 97 25 47

Redaktion Kiebitz 05841/127 422 vogt@ejz.de

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