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Schwache Immunabwehr – hohes Infektionsrisiko?

Lesertelefon zu bakteriellen Infektionen

lk Regional. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem zählen bei der Corona-Schutzimpfung zu den besonders gefährdeten Gruppen und können sich früher impfen lassen – und das aus gutem Grund. Eine sogenannte Immundefizienz erhöht das Risiko einer Ansteckung und die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf einer Infektionskrankheit. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Immunschwäche auf eine Erkrankung, ein hohes Lebensalter oder auf Medikamente zurückzuführen ist, die das Immunsystem schwächen. Was für den Schutz vor ­Covid-19 gilt, trifft auch auf andere Krankheitserreger zu. Bakterielle Infektionen mit Meningokokken oder Pneumokokken beispielsweise können eine Hirnhautentzündung, Lungenentzündung oder Blutvergiftung auslösen. Den wirksamsten Schutz vor einer Erkrankung bietet auch hier eine entsprechende Impfung. Was Menschen mit einer Immunschwäche über bakterielle Infektionen und den Impfschutz wissen müssen, dazu informieren Fachmedizinerinnen und Fachmediziner am Donnerstag, dem 6. Mai, von 16 bis 19 Uhr im Rahmen eines kostenfreien Lesertelefons. Die Rufnummer: (08 00)  2 81 18 11.

Im Fokus: Bakterielle Krankheitserreger

Grippe, Masern, Hepatitis oder Corona – die meisten Infektionskrankheiten, vor denen man sich mit einer Impfung schützen kann, werden durch Viren verursacht. Doch auch Bakterien können zu schweren Erkrankungen führen, wie die Beispiele der Meningokokken- und Pneumokokkeninfektion zeigen. Eine Infektion mit Neisseria meningitidis, so der Name des Meningokokken-Bakteriums, kann zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung (Sepsis) führen. Lungenentzündungen können aber ebenfalls eine Hirnhautentzündung und Sepsis verursachen. Beide Erkrankungen können – insbesondere bei geschwächtem Immunsystem – innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt deshalb Menschen mit angeborener oder erworbener Immunschwäche gegen beide Krankheitserreger eine Schutzimpfung.

Die Schwächung der Immunabwehr kann verschiedene Ursachen haben. Eine davon ist eine Vorerkrankung, bei der das Immunsystem gestört ist – wie bei der rheumatoiden Arthritis. Eine zweite große Gruppe von Betroffenen sind Krebspatientinnen und -patienten, deren Immunsystem durch eine Chemo- oder Strahlentherapie beeinträchtigt ist. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie tragen infektionsbedingte Komplikationen wesentlich zur Sterblichkeit bei Krebspatienten bei. Der Prävention durch Impfungen wird auch hier ein hoher Stellenwert beigemessen.

Alle Fragen rund um das Thema beantworten vier Fachärztinnen und -ärzte. Die Experten beraten umfassend und neutral, stellen jedoch keine telefonischen Diagnosen und sprechen keine Therapieempfehlungen aus.

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