Anzeige

Trotz Corona: „Wir dürfen offen haben“

Auch wegen Afrikanischer Schweinepest: Waffen-Otte ist systemrelevant

bv Lüchow. Büchsenmachermeister Dirk Otte nimmt sich Donnerstagabend Zeit für seine Kunden, im Ladengeschäft in Lüchow, auch nach 18 Uhr. Denn die Jagd ist systemrelevant. Aber Jagdausbildungen auf seinem eigenen Schießstand darf Otte, der einer von nur sechs CPSA-Tontauben-Instruktoren in ganz Deutschland ist, zur Zeit nicht anbieten.

Wir fragen nach: Wie betrifft Sie die Pandemie? „Die Einzeljagd ist unter Corona nicht nur weiterhin erlaubt, sondern sogar extrem wichtig – wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Die Jagd wird als Maßnahme der Seuchenbekämpfung als systemrelevant eingestuft“, betont Otte, weshalb Jäger, sofern sie jagen gehen, in einigen Ländern von nächtlichen Ausgangssperren ausgenommen sind. Dies wird in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich interpretiert. Einbußen verzeichne er vor allem bei seinen Jagdschulungen.

Seinen Handwerksbetrieb für Reparaturen von Jagdwaffen darf er – wegen der Systemrelevanz – weiter führen, darf deshalb auch Kunden in sein Geschäft lassen. Und Kunden aus ganz Deutschland vertrauen Otte unter anderem bei maßgeschneiderten Schaft­anfertigungen, der Spezialität des Hauses. Mit seiner Mischung aus Büchsenmacher-Meisterwerkstatt, Schießschulungen auf dem eigenen Schießstand, der Jagd- und Flintenschule mit CPSA-Trainerlizenz und seinem Waffenfachgeschäft ist Otte einzigartig in Deutschland. Die britische Clay Pigeon Shooting Association (CPSA) gilt als renommiertester Tontaubenverband der Welt. Otte hat viele Jahre Zeit investiert, um CPSA-Trainer zu werden. „Wir sind im Flintenschießen ausgebildet, aber vor allem im Ausbilden“, erklärt Otte. Einer seiner Schüler ist sein eigener Sohn Fabian (17), der gerade ins Niedersächsische Landeskader Skeet aufgerückt ist. „Aber wir verzeichnen starke Einbußen in unserer hauseigenen Jagdschule, da wir momentan weder das Schießen unterrichten noch Revierexkursionen anbieten dürfen. Dort fehlt uns die Perspektive. Und das tut weh.“ Alle Infos: www.waffenotte.de

Redaktion Kiebitz 05841/127 422 vogt@ejz.de

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.