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Deutschland das Topreiseziel 2021

Der Trend, Urlaub daheim zu verbringen, hält weiter an

rs Regional. Morgen beginnen in Niedersachsen die Sommerferien. Für viele Lüchow-Dannenberger, vor allem für jene mit schulpflichtigen Kindern, steht zudem der Jahresurlaub an – die schönste Zeit des Jahres. Jedoch ist es auch im zweiten Corona-Sommer in Folge nicht einfach, Urlaub so zu gestalten, wie man es aus der Vergangenheit gewohnt ist. Dies beginnt schon bei der Planung, die üblicherweise Monate zurückliegt. Denn gebucht wird vielfach zum Jahresbeginn, womit der Urlaub im Ansatz schon begonnen hat. Vorfreude macht sich dann breit, Reiselektüre wird studiert, oft werden die wichtigsten Vokabeln gepaukt, die man im Restaurant oder im Hotel benötigt. Denn neben Deutschland und Österreich, wo man sich in der Muttersprache unterhalten kann, waren die beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen die Türkei, Griechenland und Spanien.

Diese Vorfreude ist genommen. Der Grund: Ständig variierende Inzidenzen in den Destinationsländern, gepaart mit einem Wust an regionalen Test-, Impf- und Hygieneverordnungen, die eine langfristige und verlässliche Urlaubsplanung ad absurdum führen.

Bereits im vergangenen Jahr veränderten sich die Buchungszahlen aufgrund der Pandemie massiv in Richtung Urlaub daheim – oder, wie man es vielfach liest: in „Staycation“. Laut Statista wurden im Jahr 2020 rund 50,5 Millionen Urlaubsreisen von den Deutschen unternommen. Gemeint sind dabei Reisen mit einer Dauer von fünf Tagen oder länger. Etwa 56 Prozent der Deutschen verbrachten ihren Haupturlaub in Deutschland. 2019 lag die Anzahl der deutschen Reisenden allerdings auf Rekordhöhe. Im Vergleich von 2019 zu 2020 wurden in der Bundesrepublik mehr als 20 Millionen Urlaubsreisen und rund 10 Millionen Urlaubsreisende weniger gezählt. Diese Entwicklung zeigte sich auch an den Reiseausgaben der Deutschen. Im Jahr 2019 gaben die Deutschen insgesamt noch rund 73,1 Milliarden Euro für Urlaubsreisen aus, im Jahr 2020 lagen die Gesamtausgaben bei lediglich rund 45 Milliarden Euro. Die durchschnittlichen Reisekosten pro Person und Reise sanken von etwa 1030 Euro im Jahr 2019 auf rund 890 Euro im Jahr 2020. Das beliebteste Inlandsreiseziel war 2020 –dabei Bayern, gefolgt von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Auch die Kiebitz-Region profitierte während der Sommermonate von dieser Entwicklung, die aber mit dem Shutdown im Oktober jäh endete. Das beliebteste europäische Auslandsreiseziel war Österreich.

Fachleute helfen durch den Dschungel der Inzidenzen und Verordnungen

Für dieses Jahr planen – gemäß den Umfrageergebnissen der Deutschen Tourismusanalyse der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen, einer der wichtigsten Tourismusstudien – rund 34 Prozent der deutschen Bevölkerung, eine Urlaubsreise von mindestens fünf Tagen Dauer in Deutschland zu verbringen. Rund 25 Prozent der Deutschen plant, in 2021 nicht zu verreisen. Nun ist das Verreisen nicht verboten, wird vielfach aber durch Auflagen und das Aufflammen der Delta-Variante eingeschränkt und ist gesellschaftlich umstritten. Grundsätzlich gilt jedoch: Keine ­Panik und vor der Abreise gut bei Fachleuten informieren. Helfen können die Reiseveranstalter, die Mitarbeiter des Reisebüros des Vertrauens und jene des Hotels vor Ort. Die Kontaktdaten findet man in der Regel auf der Reisebuchung. Auch die Bundesregierung gibt Informationen für Reisende. Unter www.bun desregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/faq-rei sen-1735032 finden sich im Internet Infos zum Verreisen im In- und Ausland, Hinweise für ungeimpfte, geimpfte und genesene Personen, Tipps zur Aus- und zur Einreise.

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