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Wenn ein Frank dem anderen hilft

Bekannter TV-Koch Frank Rosin greift Frank Banse unter die Arme

bv Dannenberg. Es ist so eine Sache mit den gut gehüteten Geheimnissen: Kaum war der bekannte Fernsehkoch Frank Rosin in Dannenberg am Montag das erste Mal zu sehen, verbreitete sich die Nachricht in Windeseile in den sozialen Medien – trotz des Versuchs der Produktionsgesellschaft, die Aktion möglichst unter Verschluss zu halten. Eine ganze Woche schließlich verbrachte das vielköpfige Fernsehteam in der Elbestadt – übernachtet wurde in Lüchow –, um einem Gastronomen unter die Arme zu greifen: Frank Banse und seiner „Brutzelbude“, einem kleinen Imbiss in der Nähe des Penny-Marktes. Zuvor waren nach dem Zufallsprinzip einige Dannenberger angeschrieben worden, die dort zum Testessen eingeladen wurden. Dieselben Tester durften am Freitag erneut kosten – und erleben, was eine Woche knallhartes Coaching mit dem Fernsehkoch gebracht hatte.

Über die Aktion wurde bis zur Ausstrahlung Stillschweigen vereinbart, für den Kiebitz durfte Banse jedoch einiges verraten. Anfangs ahnte er schon, dass die Zusammenarbeit mit dem bekannten und erfahrenen Fernsehkoch Frank Rosin für ihn „nicht ganz einfach“ würde. Wenn zwei Alpha-Tiere aufeinander treffen, kann es schon mal knirschen. Wer aber die Sendung „Rosins Restaurants“ kennt, weiß: Das ist gewünscht, die Zuschauer sollen auch unterhalten werden. Das Konzept der Sendung beruht darauf, dass Schwächen der Gastronomen gnadenlos aufgedeckt und benannt werden. Das ist für viele nicht einfach – logisch. Im Falle von Frank Banse drohte Rosin gar, den Dreh abzubrechen, rücke Banse nicht mit der Wahrheit heraus, warum es nicht so gut laufe. Im Einzelgespräch konnten die beiden alles klären, und der Dreh wurde fortgesetzt. Frank Rosin schont seine Schützlinge nicht, will aber am Ende ihr Bestes. Natürlich auch in diesem Fall: Das Team baute dem Gastronomen zum Drehende nicht nur eine nagelneue Küche ein – Belohnung für eine harte Woche –, sondern auch ein Sonnensegel, neue Außenbestuhlung und ein großes Namensschild. Der gelernte Koch Banse war hochzufrieden. Das Coaching mit Rosin, der mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet ist, sei „genial“ gewesen. Die zufällig ausgewählten Testesser durften am Ende der Woche erneut probieren. Was hatte sich verändert? Die Bewertungen sind eindeutig, der Imbiß erreicht inzwischen einen Schnitt von 4,7 von fünf Sternen bei Google – das ist richtig gut.

Redaktion Kiebitz 05841/127 422 vogt@ejz.de

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