Dorfprojekt wächst und gedeiht

Erstes Damnatzer Blühstreifenfest – Austausch, Infos und ein Blick in die Zukunft

rs Damnatz. Das Werden und Wachsen stand am Sonntag im Fokus des ersten Damnatzer Blühstreifenfestes. Bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen waren über 100 Gäste der Einladung des Blühstreifenprojektteams auf die Wiese hinter dem Feuerwehrgerätehaus gefolgt, wo sich einer dieser Streifen befindet, für die mittlerweile 180 Patenschaften vergeben wurden. Die Besucher, die Bürgermeister Torsten Schulz seitens des Teams, das aus ihm, Henning Harms (Landwirtschaft), Jörg Kresin (Imkerei), Susanne Rexin (Finanzen), Wolfgang Schmidtke (Koordination), Regine Henry und dem Blühexperten Georg Wilhelm besteht, eingeladen hatte, waren zumeist Paten, aber auch interessierte Bürger und Gäste der Gemeinde.

Erstmals vorgestellt wurde das Blühstreifenprojekt, das dem Erhalt und der Förderung von Flora und Fauna dient, in der kleinsten Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Elbtalaue im November 2019.

Dank der guten Vernetzung und des Verständnisses für die Sache wurde die Idee schnell zum Dorfgemeinschaftsprojekt, welches eine große Besonderheit aufweist: Anstatt die Flächen nach der Einsaat im kommenden Jahr zu umbrechen, sollen die Flächen fünf Jahre lang durch eine speziell auf die Damnatzer Verhältnisse angepasste Saatmischung zwischen April und November durch verschiedene ein- und mehrjährige Pflanzen erblühen, um Lebensraum und Nahrung für Kleintiere, Vögel, Niederwild und Insekten zu bieten. Die Paten zahlen für einen Flächenanteil (100 Euro für 100 Quadratmeter auf fünf Jahre). Die Zahl der Paten – geplant hatte man zunächst mit der Anzahl von 100 – wuchs und somit die Fläche. „Eine tolle Entwicklung“, so Schulz. Nun sei das Projektziel die 200er-Marke. Und auch über den ursprünglichen Fünfjahresplan schaut man in dem 300-Seelen-Ort mittlerweile hinaus, wobei man Altpaten reaktivieren oder Neupaten rekrutieren müsse. Zusätzlichen Auftrieb gab der mit 5 000 Euro dotierte erste Preis bei einem Wettbewerb des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

Mit der Patenschaft wurde den Paten zugesagt, jährlich ein Glas Honig zu erhalten und gemeinsam ein Fest mit kostenfreiem Kaffee und Kuchen zu feiern, was 2020 coronabedingt nicht stattfinden konnte. Umso größer war nun das Interesse, sich auszutauschen und Neuigkeiten zu erfahren. ↔Seite 13

Redaktion Kiebitz 05841/127 420 seide@ejz.de

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