„Liebstes Hündchen“

Spannende Inszenierung in Strachau

lk Strachau. Die große Liebe zwischen einem kranken Poeten und einer jungen schönen Schauspielerin: Anton Tschechow und Olga Knipper konnten nicht zusammen­leben, aber sie haben sich täglich geschrieben. Auch wenn der Briefwechsel kein literarischer Höhepunkt im Schaffen Tschechows ist – was TV-Star Teresa Weißbach und ihr Partner Christoph ­Tomanek daraus machten, führte zu lang anhaltendem Applaus im ausverkauften ­Alten Kneipensaal in Strachau. Da zeigte die vielen aus den ZDF-Erzgebirgs-Krimis bekannte Schauspielerin ihr großes Talent. Zart und stark, hingebungsvoll, leidenschaftlich und erotisch – liebend in vielen Facetten, entwickelte sie auf der Bühne ein temperamentvolles Spiel zusammen mit dem vom Hamburger Ernst-Deutsch-Theater kommenden Kollegen Christoph Tomanek. Er als ein doch schnell verschnupfter, kränkelnder und dann doch wieder leidenschaftlich Liebender. Die schnellen Szenenwechsel mit Musik – ­neben Geige, Klavier und ­Gesang wurde auch ein Smartphone als Karaoke-Hintergrund eingesetzt – entfalteten einen wirbelnden Reigen bunter Bilder, mit Kostüm-­Requisiten und sogar einer Seifenblasenmaschine temporeich inszeniert.

Die vielen kurzen Briefe an „mein liebes Hündchen“, an „mein Pferdchen“, an das „geliebte Herz“ und an „mein Krokodil“ machten Lust auf neue Entdeckungen von Tschechows großem Werk. Mehr der fantastischen Literatur aus Osteuropa gibt es am 16. Oktober im Dorfhaus in Bitter, dann mit einer musikalisch begleiteten Lesung unter anderem mit Übersetzerin Christine Hengevoß und ­einem russischen Literatur­redakteur.

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