Mozart zum Abschied

Zweites Konzert in der MusiKKirche Restorf

lk Restorf. „Sie inspirieren mich beim Arbeiten immer wieder und ermüden nie, stellen aber auch hohe Ansprüche“, schreibt der Violinist Alexander Troester über Mozarts Streichquintette. Zwei davon, das in C-Dur und das in g-Moll, hat das frühere Mitglied des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg und des Brahms-Quartetts für sein letztes öffentliches Konzert ausgewählt, das er am 26. September ab 17 Uhr mit vier Kollegen im Rahmen der Reihe MusiKKirche Restorf in der dortigen Kirche spielt. Eine Anmeldung per E-Mail musikkirche-restorf@web.de ist erforderlich.

„Vielleicht“ schreibt Alexander Troester weiter, sei diese Auswahl „ja eine Frage des Alters, vielleicht auch, weil diese Werke, die Mozart ja ohne Auftrag geschrieben hat, einfach so unglaublich schön sind.“ Man wisse nicht, was Mozart dazu bewogen hat, diese Streichquintette zu schreiben, für die sich zunächst niemand interessierte. „Was mich angeht, ich fühle mich geehrt und beglückt, diese zwei Werke dieses unvergleichlichen Meisters spielen zu dürfen. Mozart ist für mich das Alpha und das Omega in der Musik.” Sowohl im C-Dur- als auch im g-Moll-Streichquintett ist die erste Viola mit besonderen solistischen Aufgaben betraut.

Gemeinsam mit dem Cello stellt sie in den beiden 1787 zeitnah zur Arbeit am „Don Giovanni“ komponierten Werken den eigentlichen Gegenpart zur ersten Geige dar. Wie in seiner Salzburger Orchestermusik schöpft Mozart, der selbst Bratsche spielte, aus dieser Betonung der Mittelstimme ein reiches Klangfarbenspektrum.

Beide Werke demonstrieren am Beginn die vielfältigen Möglichkeiten zur Aufgliederung des Quintettsatzes: Im C-Dur-Quintett steht dafür der Dialog zwischen Cello und erster Geige über der Mittelstimmenbegleitung, im g-Moll-Quintett das Gegenüber eines aus erster Violine und erster Viola gebildeten Oberchores und des Unterchores aus zweiter Bratsche und Cello. Gemeinsam mit den anderen Quintetten des späten Mozart markieren sie auch diametrale Gegensätze in Affekthaltung und im Stil, die Extrempunkte des Mozartschen Kosmos verdeutlichen, die sich durchaus zu den vier großen Opern in Beziehung setzen lassen.

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