Abschied nehmen ohne Zeitvorgabe

Modernes Konzept: Zugang zu Trauerräumen per Chipsystem

bv Lüchow. Die imposanten Hallen sind freitragend gestaltet. Die Gebäude bieten eine gesamte Grundfläche von rund 600 Quadratmetern und bieten als Ensemble eine einzigartige Erweiterung der Firma. Ab dem Jahr 2015 entwickelten Hans-Udo und Manuel Maury erste Ideen für das friedhofsnahe Grundstück, auf dem seit Jahren die ausgediente Produktionshalle des Betonsteinwerks der Firma Schütte stand. Im Jahr 2018 kaufte die Firma Schmidt-Maury das rund 5 700 Quadratmeter große Gelände vom damaligen Besitzer Gornig-Invest. „Beim Abwägen über das Sanieren der Produktionshalle oder einen Neubau haben wir uns recht schnell für ein modernes neues Gebäude entschieden“, berichtet Manuel Maury. Dann nahm das Projekt Fahrt auf: Mitte 2019 vergab die Firma den Planungsauftrag, im Juli 2020 erfolgte das Einreichen des Bauantrags. Und Mitte Dezember traf die Baugenehmigung aus dem Kreishaus ein. Parallel dazu verlief die Ausschreibung für die ersten von insgesamt 15 Gewerken. „Unser großes Ziel war es, Aufträge an Firmen aus der hiesigen Region zu vergeben“, betont Manuel Maury.

Zugang zu den Abschiedsräumen jederzeit möglich

Mit dem Verlauf der Bauarbeiten und den Handwerkerleistungen ist Maury mehr als zufrieden: „Wir konnten die ursprünglich veranschlagte Investitionssumme im Großen und Ganzen einhalten, und die Fertigstellung des Baus hat sich nur minimal verzögert“, eine Meisterleistung angesichts der momentanen Schwierigkeiten mit der Versorgung von Baumaterial.

„Tage der offenen Tür“ am 30. und 31. Oktober

Einzigartig in der Region

In Lüchow am Berthold-Roggan-Ring ist ein besonderes Gebäudeensemble entstanden. Das Einzigartige am neuen, barrierefreien Bestattungshaus der Firma Schmidt-Maury Bestattungen ist die große Feierhalle. Sie bietet neben der Möglichkeit, Trauerfeiern auszurichten, auch Raum für Seminare, Fortbildungs- und Infoveranstaltungen, für Lesungen und andere Feierlichkeiten. Damit sich Interessierte einen Eindruck verschaffen können, bietet die Familie Maury am Sonnabend, dem 30., und Sonntag, dem 31. Oktober, zwei „Tage der offenen Tür“ an, von jeweils 10 bis 16 Uhr.

Maury unterstreicht, dass das Einzigartige am neuen, barrierefreien Bestattungshaus vor allem die große Feierhalle ist. „Dort werden nicht nur Trauerfeiern veranstaltet. Der Saal bietet zudem Raum für Seminare, Fortbildungs- und Infoveranstaltungen, für Lesungen und andere Feierlichkeiten“, erläutert Maury. Mit dem Konzept habe die Firma schon in Gartow im etwas kleineren Stil positive Erfahrungen gemacht: „Die Nachfrage nach solch einer Möglichkeit zur Raumanmietung für Veranstaltungen ist vorhanden.“ Und: Das neue Bestattungshaus bietet deutlich bessere zeitliche Optionen, um Trauerfeiern zu gestalten. Während in der Kapelle auf dem Friedhof nur Trauerfeiern um 11 und 13 Uhr möglich seien, bestehe im neuen Bestattungshaus die Möglichkeit, Trauerfeiern außerhalb dieser Zeiten oder am Sonnabend zu arrangieren. Dabei könne die Beisetzung der Verstorbenen dann auch im kleinen Kreis an einem anderen Tag stattfinden. „Damit tragen wir dem Wunsch vieler Angehörigen Rechnung, deren Familienmitglieder oft von weit her nach Lüchow anreisen, um sich vom Verstorbenen zu verabschieden“, schildert der Unternehmer.

Letztlich bietet das neue Bestattungshaus auch Platz für Büros, Sozialräume und den gut 100 Quadratmeter großen Bereich für Beratung und Ausstellung von Särgen und Urnen. Davor wurden 22 Parkflächen für Pkw inklusive einer E-Ladesäule gestaltet.

Das ursprüngliche Ziel, das neue Bestattungshaus zum Herbst nach Fertigstellen des gärtnerisch gestalteten Außenbereichs in Betrieb zu nehmen, ist nun erreicht. Dort werden übrigens zwei Mitarbeitende und ein Auszubildender beschäftigt sein. Zum Ende des Jahres wird dann der bisherige Standort der Firma an der Drawehner Straße in Lüchow geschlossen.

Redaktion Kiebitz 05841/127 422 vogt@ejz.de

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