Viele Sieger und Majestäten

37. Weinlese: Thea Niebuhr ist neue Weinkönigin

rs Hitzacker. Hitzackers Weinberg hat eine neue Königin: Am Sonntag wurde im Rahmen der 37. Weinlese die Sarenseckerin Thea Niebuhr, „Die Weltoffene“, inthronisiert, die zuvor das Amt einer der beiden Weinprinzessinnen bekleidete. Etwa 200 Gäste verfolgten den feierlichen Moment vor den 99 Reben, bei dem es kurz vorher bei strahlendem Sonnenschein auch einige Tränen gab. Denn für Niebuhrs Vorgängerin – Lina Fürch, die zunächst ein Jahr Prinzessin und im Anschluss zwei Jahre Königin war – war der Abschied ein sehr emotionaler Moment. Überaus gern habe die Hauswirtschafterin die Stadt als regionale Majestät repräsentiert. Trotz vergleichsweise langer Regentschaft fiel ihr der Abschied schwer. Denn diese Zeit habe Fürch, die den Beinamen „Die Strahlende“ trug, ungemein bereichert. Und auch ihren Verlobten, den Westerweyher Heidebock Benjamin Steinfeld, habe sie als Königin kennengelernt. Das neue Dreigestirn, das nun über den Weinberg regiert, besteht aus der 18-jährigen Niebuhr, die eine Ausbildung in der Landwirtschaft absolviert, aus der bereits vorher amtierenden Nele Schoppe, „Die Glückliche“, und der Sarenseckerin Rabea Loelf, „Die Fröhliche“.

Zudem änderte sich bei diesem Fest, welches das Stadtmarketing um Leiterin Ursula Fallapp organisierte, auch die Personalie des Winzers: Erstmals pflückte der Winzer Hannes Lecht die Trauben. Lecht übernahm die Funktion vom Moselwinzer Fritz-Leo Melsheimer, der über Jahre die Reben betreut hatte. Der 36-jährige Lecht, der als Lehrer in Hitzacker an der BVS arbeitet, betreut auch den Weinhof Wiecheln im Landkreis Lüneburg. „Die Menge ist enorm. Rund 60 bis 70 Liter kann man aus der gelesenen Menge keltern“, unterstrich er. Wie hoch der Öchslegrad für den Hitzackeraner Wein, aus dem erneut „Zwergen-Cuvée“ entstehen soll, ist, müsse er jedoch erst ermitteln. Fest stehe hingegen, dass er auf Jahre hinaus den Weinberg betreuen wolle.

Nach der Lese und vor einem gemeinsamen Rundgang über den Flauschmarkt auf der Stadtinsel ehrte Alina Jurth seitens des Landkreises die Sieger des diesjährigen Klimawettbewerbs Stadtradeln: 1207 Lüchow-Dannenberger waren bei der vierten Teilnahme des Landkreises in 78 Teams mitgeradelt und haben dabei 203 561 Kilometer zurückgelegt und 30 Tonnen CO2 vermieden. Insgesamt seien die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr etwas zurückgegangen – vor allem bei den Schulen. In der Teamwertung lag letztlich das erstmals gestartete „Offene Team Wus-trow“ (34 Radelnde, 14 720 Kilometer) vor „Die Geesterdinger Radfreunde“ (7, 8 326) und „BGZ“ (14, 6 829) vorn. Anders als in den vorigen Jahren erfolgte in diesem Jahr die Teamwertung nicht nach Kilometern pro Kopf, stattdessen zählten die Gesamtkilometer im Team. Bei den Schulen setzte sich die Freie Waldorfschule Hitzacker (270, 19 691) vor dem Fritz-Reuter-Gymnasium (140, 19 355) und dem Gymnasium Lüchow (134, 15 350) durch. Das beste Schülerteam kommt aus der 5a der Freien Schule Hitzacker (6 667). Danach rangieren die 9b (4 065)und die 6b (3 710) des Dannenberger Gymnasiums. Die meisten Kilometer als Einzelradler hat Dirk Prehm (Team SKF) mit 2 669 Kilometern absolviert, gefolgt von Wilfried Barmann (2 520) und Heinz Kern (beide Ü70 Geesterdinger, 2 520). Bester Kommunalpolitiker wurde Hartmut Pape (651,9) vor Renate Schlegel (371) und Herbert Hanke (311,5).

Redaktion Kiebitz 05841/127 420 seide@ejz.de

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