Zeitzeugen berichten aus der Zeit von 1945 bis 1990

Gesprächsräume eröffnen

lk Dömitz. Am 20. November berichten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im Dömitzer Kulturhaus von ihren Erfahrungen aus der Zeit von 1945 bis 1990. Bei der Veranstaltung der Johannes-Kirchengemeinde Dömitz-Neu Kaliß kommen etwa Erfahrungen von Diskriminierungen im Alltag, politischer Verfolgung und Zwangs­umsiedlung zur Sprache. „Nach wie vor werden solche Geschichten 60 Jahre nach Mauerbau und folgender Abschottung der DDR-Gesellschaft verschwiegen – aus Scham, aus Angst, aus Sorge vor Benachteiligungen und Ausgrenzung“, informiert Pastorin Inga Roetz-Millon. „Es ist uns wichtig, betroffenen Menschen eine Möglichkeit zu geben, über das Erlebte zu sprechen und es öffentlich zu machen – damit es nicht vergessen wird – und auch die nachfolgende Generation um die Geschichte, die unser Land auch geprägt hat, weiß.“ Die Zeitzeugen werden teilweise live auf dem „roten Sofa“ berichten, andere werden in Kurzfilmen zu sehen sein. Unterstützt wird das Projekt von der Historikerin und Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, Anne Drescher, sowie von Dr. Maria Pulkenat vom Zentrum kirchlicher Dienste in Rostock. Start ist um 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen; die Gespräche und Filme kann man ab 16 Uhr verfolgen und dabei im moderierten Gespräch auch selbst zu Wort kommen. Musikalisch begleitet wird der Nachmittag von Elmar Roetz am Klavier.

Der Eintritt ist kostenfrei; es gelten die dann aktuellen ­Corona-Bestimmungen.

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