2103 Kilometer am Welt-Down-Syndrom-Tag

Aufklären und inforrmieren: Erster kreisweiter Aktionstag am 21. März geplant

bv Lüchow. Vergnügt macht Oskar die Tür auf, er freut sich, das Besuch kommt. Als erstes nimmt der blonde Wirbelwind mit den blauen Augen dem Besuch behutsam die Kamera ab. Dann will er sicherheitshalber seine Schwester dazu holen. Seine Mutter Anke Gritke bittet in die Küche, Vater Dennis schenkt Kaffee ein. Gritkes sie ist Lehrerin an der BBS, er betreibt Landwirtschaft haben einen Plan: Sie wollen endlich mal erzählen, warum es nicht schlimm ist, keine Krankheit und kein Schicksal, dass sie Oskar haben. Obwohl Oskar das Chromosom 21 dreimal besitzt.

Weil das bei allen Menschen mit Down-Syndrom so ist, wurde der 21.3. von den Vereinten Nationen zum Welt-Down-Syndrom-Tag erklärt. Genau an diesem Tag planen Grittkes, gemeinsam mit ihrem Reit- und Fahrverein Wendland, Großes. Zum ersten Mal soll der 21.3. in Lüchow-Dannenberg als Aktionstag begangen werden. „Obwohl es den Tag seit 2006 gibt, wurde er vor Ort noch nie gefeiert“, berichtet Anke Grittke. Das fand ich seltsam und das wollen wir ändern.

Enstanden sei die Idee, weil bei uns im Freundes- und Bekanntenkreis immer wieder Fragen auftachen wie: „Wollt ihr eigentlich noch ein Kind, oder besteht dann die Gefahr, dass das auch so wird? , oder: Wird Oskar eigentlich eingeschult? Das sei ja gar nicht böse gemeint, aber Aufklärung tut Not “ meinen nicht nur Grittkes.

Gemeinsam mit zahlreichen Akteuren planen sie deshalb, am Wochenende vor dem 21.März sportlich zu werden und 2103 Kilometer zurückzulegen. Es darf gejoggt, gewandert, Inliner gefahren, geschwommen, mit dem Fahrrad gefahren, geritten, mit dem Rollstuhl gefahren werden coronakonform. „Es geht nicht darum, der Schnellste zu sein, dabei sein ist alles. Im Vordergrund steht die Aufklärung rund um das Down-Syndrom. Wir informieren auf unserer Internetseite, wir drucken Flyer und Poster. Und wir suchen noch Mitausrichter, um unseren Kreis zu erweitern.“ Konkret kann jeder, der mitmachen möchte, einen Button für fünf Euro kaufen. Die Aktion startet mit dem Buttonverkauf am 1.März. Das damit eingenommene Geld wird später genutzt, um einen Spielplatz in Lüchow auszustatten. Geplant ist, die Aktion jährlich fortzusetzen und jeweils eine andere Stadt oder Dorf mit Spielgeräten auszustatten.

Zusammen mit dem Button gibt es einen Code, mit dem man seine geleisteten Kilometer auf der Internetseite des RFV eintragen lassen kann. „Wir starten am Freitag, dem 18. März“, erläutert Anke Gritke, die unter (0151) 16511096 und auf www.rfv-wendland.de informiert. Weitere Informationen folgen.

Redaktion Kiebitz 05841/127 422 vogt@ejz.de

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