Vereine und Institutionen richteten in Zernien erfolgreichen Benefizmarkt aus

Paradestück der Ehrenamtlichkeit

rs Zernien. Lediglich gut 1600 Einwohner zählt die Gemeinde Zernien. Wer am Sonnabend den Frühlingsmarkt im namensgebenden Hauptort besuchte, der hatte den Eindruck, dass sich nahezu all diese auf dem Dorfplatz respektive im anrainenden Kreativraum oder in der Alten Schmiede tummelten. Die ungewohnte Fülle war aber nicht die einzige Besonderheit dieses ersten Gemeinde-Marktes, welcher durch die Betreiber der Stände und Zelte sowie die Vielfalt der Angebote aufzeigte, das man am Drawehn über ein gesundes Vereinsleben und über zahlreiche aktive Verfechter des Ehrenamtsgedankens verfügt. Denn der Markt wurde aus der Mitte der Bürgerschaft angeregt – mit dem klaren Ziel, eine Benefizveranstaltung zugunsten der Ukraine-Hilfe auszurichten.

Die Vorbereitungszeit dazu war sportlich: „Erst vor vier Wochen erhielt ich aus der Bürgerschaft heraus die Anregung, einen solchen Markt ausrichten zu wollen“, erinnerte sich Gemeindebürgermeister Karsten Schulz (CDU). Rasch sei ein sechsköpfiges Organisationsteam gefunden worden, das lediglich zwei Treffen benötigte, um sicherzustellen, dass der Markt stattfinden kann, weil nahezu alle Institutionen, Vereine und Verbände – trotz der Widrigkeiten von bestehender Pandemie und prognostiziertem Aprilwetter – an einem Strang ziehen wollten. „Eine absolut reibungslose Planung“, freute sich das Gemeindeoberhaupt. So gab es neben einer Tombola, Ponyreiten, Stände mit Österlichem – etwa mit Gebasteltem von Schülerinnen und Schülern der Grundschule, Kunsthandwerk und Draisinenfahrten auch ein üppiges kulinarisches Angebot. Besonders begehrt: die hausgemachten Kuchen und Torten, die in der Alten Schmiede offeriert wurden. Schlangen bildeten sich dauerhaft vor dem Gemeindezentrum, um einen der 65 Sitzplätze nebst Gebäck und Kaffee zu ergattern. Auch zwei kleine Schauer konnten dem Treiben in der bunten Zelt- und Budenstadt, zudem sich dank eifriger Werbung – unter anderem auf dem Sender NDR 1 – auch zahlreiche Auswärtige aufhielten, keinen Abbruch bereiten.

„Es sind einige tausend Euro zusammengekommen“, wusste Karsten Schulz bereits einen Tag danach zu berichten. Die genaue Höhe stehe aber erst nach dem Treffen am heutigen Abend fest. Dann wolle er dem Gremium drei Vorschläge unterbreiten, wohin der Erlös überwiesen werden könnte. Auf einen dieser wolle man sich einigen.

Redaktion Kiebitz 05841/127 420 seide@ejz.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.