Kleines Malbuch mit großer Aussage

„Unsere Stadt blüht auf“-Initiatorin überreicht Geschenk

rs Dömitz. Es gibt Arten mit 2, 4, 5, 7, 10, 11, 13, 14, 16, 17, 18, 19, 22 und 24 Punkten. Bei den Siebenpunkt-Marienkäfern, die es in Deutschland unter den rund 80 auftretenden Arten am häufigsten gibt, sitzen je drei Punkte auf den beiden Deckflügeln; der siebte befindet sich in der Rückenmitte am Übergang vom Halsschild zum Rücken. Die Anzahl der Punkte, die meist schwarz, aber auch rot oder braun sein können, gibt entgegen einem weit verbreiteten Irrtum nicht das Alter des Käfers an, vielmehr ist die Zahl der Punkte charakteristisch für jede Art und ändert sich während des Lebens des Käfers nicht. Innerhalb einzelner Arten können die Punkte auch variieren. Entweder haben die Käfer keine, oder die Punkte verschmelzen miteinander so, dass fast der ganze Körper schwarz ist.

Von einem Exemplar mit lediglich einem Punkt handelt die Geschichte „Aus dem Lebenskreis eines kleinen Marienkäfers“, die Brunhild Junge, Initiatorin der Aktion „Unsere Stadt blüht auf“, jüngst an die Schülerinnen und Schüler der 3a, 3b und der 4. Klasse des Gymnasialen Schulzentrums „Fritz Reuter“ Dömitz in Form eines liebevoll gestalteten kleinen Malbuches übergab.

Gabe für aktive Hilfe, lehrreich und liebevoll

Das von Junges Familienmitgliedern zeichnerisch umgesetzte Büchlein ist dabei Dank, Anregung zur Kreativität und Lehrmaterial im Bereich Umwelt-/Klimaschutz zugleich. Oder wie es der Sponsor Stephan Kitschke, Betriebsleiter des mittelständischen Unternehmens smartXtec Tuning Dömitz GmbH & Co KG. und Vater eines Mächen, das die 3. Klasse besucht, beschrieb: „Ein modernes Ü-Ei auf Papier mit Spiel, Spaß und Spannung.“ Es sei ihm eine Herzensangelegenheit gewesen, sich zu engagieren, er möchte enger mit dem Schulzentrum zusammenarbeiten, auch um Jugendlichen aufzuzeigen, dass sie in der Region eine Perspektive haben. Die Jungen und Mädchen, die seit Montag in den Sommerferien sind, freuten sich sehr über das Geschenk, applaudierten und machten sich flugs ans Stöbern in der noch in Schwarz und Weiß gehaltenen Lektüre, in der der Mond, den der Marienkäfer bei seiner Wanderung trifft, sagt: „Es ist nicht schlimm, anders zu sein. Jedes Wesen ist einzigartig auf dieser Welt.“

Hintergrund des Treffens war die Tatsache, dass Junges Idee – ehemals selbst Pädagogin –, triste Ecken der Stadt nachhaltig aufzuwerten, bei der Schule, insbesondere bei der Schulleiterin Evelyn Timmermann auf fruchtbaren Boden fiel. Schon zum Auftakt, als 2018 der Kunstgarten nach Claude Monet am Dömitzer Slüterplatz angelegt wurde, unterstützten Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse die Aktion. Ein Jahr später wurde zwischen Brunhild Junge und dem Gymnasialen Schulzentrum, seinerzeit begleitet vom damaligen Bürgermeister Helmut Bode, ein Kooperationsvertrag für den Bienenlehrgarten getroffen, wo – unweit der Schule nahe des Dömitzer Penny-Markts – unter dem Motto „Klimawandel – Wir tun etwas!“ sowohl angepackt als auch gelernt wird.

Redaktion Kiebitz 05841/127 420 seide@ejz.de

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