Nur marginale Preiserhöhungen

Sechs lokale Freibäder bieten Kurzurlaub vor Ort

rs Lüchow-Dannenberg. Sie bieten dem „kleinen Mann“ einen wohnortnahen Kurzurlaub, eine verlässliche betreute Freizeitgestaltung für den Nachwuchs, fördern das soziale Miteinander, sind gut für Fitness und Gesundheit und können unter Umständen sogar lebensrettend sein (siehe Kasten): die Freibäder.

In Lüchow-Dannenberg stehen in den kommenden Monaten gleich sechs dieser Einrichtungen zur Verfügung – plus die zwei Ganzjahresbäder: in Lüchow das LüBad, in Gartow die Wendland-Therme. Letzteres verfügt auch über ein (kleines) Außenbecken.

Überschattete in den zurückliegenden zwei Saisons die Pandemie den Betrieb der Freibäder, so ist es nun der Krieg in der Ukraine, der – zumindest marginal – Einfluss darauf nimmt. Manche Ersatzteile sind teurer geworden und/oder benötigen länger, bis sie am Zielort sind. Zudem steigen die Energiekosten, was für die Erwärmung der Lüchow-Dannenberger Freibäder aber kaum ins Gewicht fällt. Denn bis auf das Tannenbad Bergen, wo gegebenenfalls über Gas zugeheizt werden muss, ansonsten aber eine Solaranlage das Wasser erwärmt, werden die Übrigen nicht extern beheizt (Waldbad Wittfeitzen und Freibad Clenze) oder verfügen über die Möglichkeit, über die Abwärme der Verstromung von Biogas (Stadtbad Dannenberg, Hiddobad Hitzacker und Waldbad Zernien) beheizt zu werden. Daher wird es in dieser Saison lediglich bei einigen Freibädern zu marginalen Preiserhöhungen kommen, welche Bezug auf andere Entwicklungen, etwa auf den steigenden Mindestlohn, nehmen.

Der Startschuss zur Freibadsaison fällt üblicherweise in Dannenberg: Am Sonntag war es dort bereits so weit. „Die Preise für Tages-, Zwölfer- und Jahreskarten bleiben unverändert“, informierte Alexandra Groß vom betreibenden Wasserverband (WV) Dannenberg-Hitzacker, welcher auch für Hitzackers Hiddobad verantwortlich ist (Saisonbeginn am 8. Mai ab 12 Uhr). Beide WV-Bäder kann man mit derselben Karte nutzen. Apropos: Im Laufe der Saison wird an beiden Standorten ein neues Kassensystem mit aufladbaren personalisierten Chipkarten eingeführt, bis dahin gelten die papierenen Karten, die man vor Ort erhält. In Dannenberg, wo die Saison bis zum 3. Oktober währt – danach soll das umgebaute Hallenbad in Dannenberg zur Verfügung stehen –, wurden eine neue Schaukel und eine Wippe im Bereich des Babybeckens installiert, ein Spielturm soll im kommenden Jahr aufgestellt werden. Festivitäten sind derzeit noch nicht geplant.

Das nächste Bad, das seine Pforten öffnet, ist das von einem Trägerverein (216 Mitgieder / 37 Ein-, 2 Austritte) betriebene Waldbad in Zer-nien – am 14. Mai um 13 Uhr. Dort waren freiwillige Helfer und Firmen erneut fleißig: Etliche Kubikmeter Beton wurden herausgeschafft, das Babybecken, das im Bereich des Kioskes neu entstehen soll, abgerissen. Zudem wurde die ausgedehnte Grünzone umgestaltet und in Teilen neu bepflanzt. Derzeit sei man dabei, die Startblöcke umzugestalten, berichtetMario Enge seitens des Vorstands. Einige Saisoninhalte werde man bei der Mitgliederversammlung am 7. Mai ab 17 Uhr im Waldbad erörtern – etwa eine moderate Anhebung des Eintrittspreises. Am 3. Juli wolle man einen Freiluftgottesdienst im Waldbad abhalten, am 9. Juli gemeinsam mit dem SV Zernien ein Sportfest ausrichten und dabei die Möglichkeiten der Anlage der Öffentlichkeit vorstellen. Am 3. September, einen Tag, bevor das Bad schließt, werde es dort zudem ein „Spiel ohne Grenzen“geben.

Voraussichtlich am 14. Mai beginnt im Tannenbad Bergen die Saison. Technische Belange und die Witterung geben letztlich den Ausschlag dafür, zu diesem Zeitpunkt die großzügig geschnittene Anlage mit ihren 50-Meter-Bahnen für die Öffentlichkeit freizugeben. Dort wurde zwischenzeitlich das Kioskdach repariert. Preiserhöhungen seien 2022 nicht geplant, heißtes aus der Verwaltung derbetreibenden Samtgemeinde Lüchow.

Im Waldbad Wittfeitzen, ein Naturbad, das ebenfalls von einem Trägerverein bewirtschaftet wird, freut man sich auf den 28. Mai. Ab 12 Uhr heißt es wieder: „Man trifft sich am Beckenrand!“ Im vergangenen Jahr haben die mittlerweile 323 Mitglieder um ihren Vorsitzenden Jörg Fischer einiges bewegt: So ist etwa die Zuwegung zum Becken auch für Kinderwagen und Rollstühle geeignet. Ganz neu ist ein Spielgerüst für die kleinsten Gäste. „Wir haben für die Zukunft noch einiges in Planung“, erläutert Fischer – unter anderem das Ziel, sich längerfristig klimaneutral in dem familiärgeführten Bad aufzustellen. Übrigens: An jedem Sonnabend bis zur Eröffnung trifft man sich dort, um die Anlage herzurichten und um zu klönen. „Jeder, der helfen möchte, ist willkommen“, so Fischer, der ankündigte, dass die Preise für den Tageseintritt der Erwachsenen um 50 Cent angehoben werden. Jener für Kinder bleibe identisch.

Das letzte Bad im Eröffnungsreigen ist das Clenzer Freibad: Am 4. Juni um 13 Uhrist es so weit. Seit 2003 wird das 1956 errichtete Bad durch den Trägerverein„Freibad Clenze e.V.“ nach Übergang von der Gemeinde Clenze privat erfolgreichbetrieben. Mithin steht fürdie über 500 Mitglieder und deren Gäste 2023 eine große 20-Jahre-Feier an. In dieser Saison baut der Verein um den Vorsitzenden Sven Fuhrmann auf Vertrautes: So wird man jeden Donnerstag einen Kinderaktionstag mit Spielen und abschließender Schaumparty offerieren. Am Donnerstag ab 19 Uhr treffe mansich regelmäßig dort zum Beachen. Ein Beachvolleyball-Turnier mit anschließender Beachparty wolle manim August organisieren. Am 5. Mai trifft man sich zurMitgliederversammlung und bespricht Weiteres. „DieEintrittspreise bleiben aber unverändert“, so Fuhrmann. Bislang sei es immer gelungen, eine „schwarze Nullzu schreiben“. Damit dies so bleibt – größere Schäden habe es im Winter nichtgegeben – trifft man sich am 11. Mai ab 10 Uhr im Bad zum sogenannten gemeinschaftlichen Frühjahrsputz.

Redaktion Kiebitz 05841/127 420 seide@ejz.de

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