„Schubert.JETZT!“, hier und heute

Sommerliche Musiktage Hitzacker bieten zehn Uraufführungen

bv Hitzacker. Gute Nachrichten von Deutschlands ältestem und innovativstem Kammermusikfestival, den Sommerlichen Musiktagen: Das Festival verdoppelt Konzerte, erhöht die Besucherkapazitäten und öffnet zusätzlich den Online-Kartenvorverkauf. Außerdem kündigen die Sommerlichen Musiktage ein neues Virtual-Reality-Projekt und gleich zehn Uraufführungen an.

Momentan spricht alles dafür, dass die Sommerlichen Musiktage vom 31. Juli bis 8. August so stattfinden können wie geplant: der Impffortschritt, die Möglichkeit der Platzierung im Schachbrettsystem – und auch Konzerte mit voller Bestuhlung. Die erneute Bereitschaft der Künstlerinnen und Künstler, ihr Konzert zweimal zu spielen, ermöglicht auch die Doppelung folgender Veranstaltungen und damit mehr Besuchern den Konzertbesuch:

Am Sonntag, dem 1. August: das Trio Gaspard and Friends; am Montag, dem 2. August: Maurice Steger und das Kuss Quartett; am Dienstag, dem 3. August: Mischa Maisky und das Kuss Quartett; am Mittwoch, dem 4. August: Mischa Maisky und Lily Maisky; am Donnerstag, dem 5. August: das Auryn Quartett; am Sonntag, dem 8. August: Sir András Schiff.

„Schubert.JETZT!“ lautet das diesjährige Motto

Damit rückt Intendant Oliver Wille den Wiener Frühromantiker Franz Schubert (1797–1828) in den Fokus, um – typisch für das innovative Kammermusikfestival – dessen Schaffen im Hier und Jetzt zu bespiegeln. Eingeladen sind dazu Künstlerinnen und Künstler, die dem Kosmos Schubert auf ganz eigene Weise nahestehen. Das Berliner Musiktheaterensemble Nico and the Navigators, Antje Weithaas, Mischa Maisky, Christian Tetzlaff mit Lars Vogt, das Kuss Quartett, Maurice Steger, Sir András Schiff, die Trios Busch und Gaspard oder das legendäre Auryn Quartett, das eines seiner letzten Konzerte in Hitzacker geben wird, widmen sich Schuberts großen Kammermusikwerken und ihrem eigenen Jetzt.

Dabei stehen auch zehn Uraufführungen auf dem Programm, darunter drei Auftragswerke des Festivals: ein neues Werk von Iris ter Schiphorst für Blockflöte und Streichquartett; ein mehrkanaliges elektroakustisches Werk von Clemens von Reusner (… mehr dazu). Und ein Auftragswerk für das neue Virtual-Reality-Projekt: Im virtuellen Raum von Schubert.SPACE reagiert die neue Komposition für Trio und Elektronik der kasachischen Komponistin Aigerim Seilova auf Schuberts Musik. Die Besucher, ausgestattet mit neuesten VR-Brillen und Kopfhörern, durchkreuzen diese Welt aktiv und intuitiv in 360-Grad-Räumen von digitalisierter Natur bis hin zur abstrakten Welt.

Ausgebaut werden Angebote, die sich nicht als Ersatz, sondern als gleichberechtigt und verbindend zwischen analoger und digitaler Musikvermittlung verstehen: Viele Einführungstexte, Videobotschaften von Künstlern oder Podcast-Beiträge von Schubert-Kennern werden im Vorfeld online abrufbar sein, aber auch vor Ort ihren Platz finden. Karten und weitere Infos sind unter (0 58 62) 941 430 oder www.musiktage-hitzacker.de erhältlich.

Redaktion Kiebitz 05841/127 422 vogt@ejz.de

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